Wenn du nicht mehr in deine Rolle passt
Shownotes
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Wenn dich besonders interessiert, warum Rollen manchmal so stressen, hör gern auch in unsere Folge "Konflikte: Wenn der innere Sturm tobt" rein. Dort schauen wir darauf, wie innere Konflikte entstehen — zum Beispiel dann, wenn verschiedene Rollen gleichzeitig an uns ziehen.
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Transkript anzeigen
00:00:06: Eine Rolle ist etwas, was ich mir entweder ausgesucht habe oder die ich zugewiesen bekommen habe.
00:00:11: Das ist sehr spannend weil ich den Eindruck hab dass sich viele Menschen dem nicht bewusst sind.
00:00:17: Geht wieder darum sich nochmal ganz kurz zurückzulehnen und die Pause-Taste drücken und mal bewusst machen wie geht es mir?
00:00:25: Die Rollenkonflikte kommen automatisch wenn ich in unterschiedlichen Rollen unterwegs bin.
00:00:30: Ich bin immer gefragt worden ob ich mit einem Perfektionisten zusammenleben möchte.
00:00:35: Hey Uli, schön dass du wieder da bist.
00:00:37: Die Zeit ist schnell verflogen.
00:00:39: herzlich willkommen!
00:00:40: Hallo, schön das ich wieder da sein kann.
00:00:43: Neunte Folge heute werden wir uns mit dem Thema Rollen auseinandersetzen.
00:00:49: Rolle was bedeutet es für dich?
00:00:51: Was sind deine ersten Assoziationen mit dem Rollenbegriff?
00:00:54: Die erste
00:00:54: Frage ist häufig die, die echt am vordersten ist.
00:00:58: Und nein es sind keine Filmrollen.
00:00:59: Es sind keine Rollen, die unter irgendwelchen Gegenständen sind.
00:01:03: Container-Rollen!
00:01:05: Ich hab gerade vom Miltonrennen gehört.
00:01:07: also auch diese Rollen meinen wir nicht mann.
00:01:09: Nein es geht um Rollen ,die wir annehmen oder Rollen die wir zugewiesen bekommen haben.
00:01:15: eine Rolle ist etwas was ich mir entweder ausgesucht habe oder die ich zugewiesene bekommen habe.
00:01:21: Beispiel eine zugewiesene Rolle.
00:01:23: Ich bin Tochter, das habe ich mir nicht ausgesucht.
00:01:26: Du wirst es dir auch nicht aus gesucht haben.
00:01:29: Wir beide sind aber auch Schwestern, haben wir uns auch nicht rausgesucht Sondern dass ist im Prinzip eine automatisch zugewießende Rolle die da ist.
00:01:38: Also all das wo ich nichts für getan habe um diese Rolle zu kriegen Das sind die zugewiesenen Rollen Mein Alter auch übrigens meistens auf das Geschlecht Dass ich aber mit dir hier heute sitze Und wir beide uns als Trainer-Coach, wie auch immer wir uns nennen würden.
00:01:57: Das ist eine erworbene Rolle und unsere erworbenen Rollen sind die Rollen, die wir uns aussuchen, wo wir uns freiwillig reinbegeben.
00:02:05: Es ist sehr spannend weil ich den Eindruck habe dass sich viele Menschen dem nicht bewusst sind das sie sich rollen aneignen und zwar mit einem Gewissen ja Das ist eben die Frage, ist es bewusst oder nicht?
00:02:22: Also sage ich zu was ja und habe aber im Prinzip gar keine richtige Vorstellung davon.
00:02:27: Was gehört denn da eigentlich dazu?
00:02:30: Dafür dürfte ich mir aber erstmal ein Bewusstsein schaffen dass sich bewusst auch in Rollen reinschlittere oder mir rollen bewusst Hohle oder bewusst gestalten kann weil eine Rolle lässt sich ja auch gestalten Die wird ja nicht automatisch von außen gestaltet.
00:02:45: das gilt übrigens für beide Rollen.
00:02:46: also Ich kann meine Schwesterrolle sehr wohl gestalten, wie meine Tochterrolle sehr wohlgestalten.
00:02:52: Aber auch meine Coach-Rolle kann ich ja proaktiv
00:02:56: gestalten.".
00:02:57: Also die Gestaltungsvielfalt ist bei beiden Rollen Arten gegeben aber die Frage ist halt bin ich mir wirklich bewusst dass ich diese diversen Rollen habe oder hole?
00:03:10: Da bin ich bei dir!
00:03:11: Ja und vor allen Dingen auch welche Rollen werden vorgelebt.
00:03:15: Musste gerade nochmal ganz früh zurückspringen, dann fängt das eigentlich an mit den Rollen.
00:03:21: Die erste Situation, die mir eingefallen ist im Kindergarten gefragt zu werden, möchtest du mitspielen?
00:03:28: So, dann lasse ich mich ein auf einen Spiel.
00:03:31: Dann bin ich Teil einer Situation wo mindestens zwei Kinder in dem Fall ein Spiel spielen und meine Rolle ist sozusagen das Spiel eine anderen Person zu ergänzen oder mitzugestalten.
00:03:45: Und das ist ja genau die Frage, an welcher Stelle sage ich auch Ja zu einer Rolle?
00:03:51: An welcher stelle sage ich Nein zu eine Rolle.
00:03:53: Was sind die Gründe, warum ich Ja sage in dem Fall bei den Kindern...
00:03:57: Das kann halt auch Freundin sein ne?
00:03:59: Ja
00:04:00: und man hat einfach Lust auf Spielen.
00:04:02: so Ich glaube es sind auch egoistische Motive Die Kinder haben.
00:04:04: dass ist weniger um ich mache was für andere sondern eher ich habe lust auf spielen und das ist schon auch übertragbar im weiteren Verlauf.
00:04:14: man hat dann eben dann entsprechende Einschnitte oder bestimmte Kapitel, die dann einfach auch starten und enden.
00:04:21: Es gibt die Einschulung, dann wird irgendwann die Schullaufbahn beendet, dann geht es an irgendeiner Stelle weiter vielleicht im beruflichen Kontext.
00:04:28: Wir sind da immer auch in gewissen Rahmen eingebettet und haben dann die Rolle als Schüler, als Schülerin, als Auszubildende, als Studierendeperson.
00:04:38: Also da gibt es letztendlich ja dann auch über den Rahmen, über das System in dem wir dann ja auch ein Teil sind.
00:04:44: Ja auch wieder eine gewisse Rollendefinition und auch eine Zugehörigkeit.
00:04:50: Und was du gerade sagst finde ich mega spannend weil das bedeutet ja auch dass ich Rollen annehme und abgebe.
00:04:57: also du bist ja heute keine Schülerin mehr?
00:04:59: Ja!
00:05:00: Interessanterweise glaube ich, dass zu der damaligen Zeit Wäre die Schule noch fünf Jahre weitergegangen, wäre ich einfach fünf Jahre länger zur Schule gegangen.
00:05:09: Also ich hätte das für mich nicht als ein Moment empfunden... Okay jetzt höre ich mal auf mit der Schule!
00:05:15: Sondern da war irgendwie noch nicht so eine richtige Klarheit.
00:05:19: was möchte ich denn stattdessen machen und dieses Verweilen in der Schule eigentlich aus Ermangelung und Alternativen?
00:05:26: So traurig es ist Ich bin ja dann später in einem Medienberuf weitergegangen.
00:05:32: Und das gab's einfach in der Umgebungswelt da nicht, und deswegen fiel mir der Schritt raus aus der Schule auch dann nicht ganz so leicht, weil ich das einfach nicht diese Brücke schlagen konnte in dem was folgt danach?
00:05:46: Weil die Rolle noch nicht definiert war?
00:05:48: Ja!
00:05:50: Und je nachdem wie man das anschaut, es gibt eine unglaubliche Freiheit wenn vom weißen Blatt Papier aus definieren kann.
00:06:01: Und ich orientiere mich eben nicht daran, wie andere ihre Rolle leben.
00:06:05: Aber gerade als junger Mensch bin ich ja vielleicht doch eher so in der Orientierung.
00:06:10: Wie machen das andere?
00:06:12: Ich habe einfach noch nicht wirklich Lebenserfahrungen.
00:06:13: Ich hab auch noch nicht alleine gelebt und es kommen einfach viele Faktoren wirken auf mich ein und ich darf mich erstmal auch orientieren im dem Sinne dass ich mich auch anpasse oder Strukturen orientiere, wo es einfach schon ein bestimmtes Regelwerk gibt und dann definier ich meine Rolle vielleicht so wie es eine andere Person definiert.
00:06:34: Ah!
00:06:34: Okay das heißt wenn wir jetzt in deinem Beispiel bleiben du kommst aus der Schule Du gehst in die Medienwelt In die Filmwelt.
00:06:42: Deine Rolle gab's noch nicht?
00:06:44: Du hattest das weiße Blatt wenn ich dich richtig verstanden hab.
00:06:47: Du hast dir deine Rolle selbst zugeschrieben Und krieg das dann von außen ganz viele Einflüsse Wie deine Rolle zu sein hat.
00:06:55: Ich glaube, das sind dann wiederum die Rahmen aus der Organisation wie ein Arbeitsvertrag wo natürlich auch Aufgabenbereiche definiert sind.
00:07:04: Wo ich einfach durch die Organisation einkategorisiert oder eingeordnet werde.
00:07:11: Vielleicht wenn ich die Struktur der Organisation mir an einem Organigramm anschaue... sehe ich meine Positionen in einem bestimmten Feld stehen, in einer bestimmten Abteilung und mit einer bestimmte Zugehörigkeit.
00:07:22: Das heißt eine Person ist mir überstellt vielleicht sind auch mehrere Personen mir übergestellt Und ich kriege dadurch auch eine gewisse Klarheit für meinen Tätigkeitsbereich.
00:07:30: bestenfalls
00:07:32: Ja Ich würde es mal so zusammenfassen.
00:07:34: das geht dann darum welche Erwartungen an dich gestellt werden im Vertrag in immer täglichem Doing im Miteinander im Zwischenmenschlichen miteinander und da gibt's unterschiedliche Erwartung Nämlich Erwartungen, die der Arbeitsvertrag regelt.
00:07:49: Unsere klassischen Muss-Erwartung also das was erfüllt werden muss X Stunden Arbeit zu Y Gehalt Das ist glaube ich immer noch finde ich das was es am leichtesten regelt weil es sehr messbar ist.
00:08:02: und ja es darf halt auch noch qualitativer Arbeit sein.
00:08:05: Es geht nicht nur darum da umzusitzen aber grundsätzlich geht's erstmal wie so eine Wagschale des einen und das andere was die Rolle zu erfüllen hat.
00:08:14: Das stresst uns auch meistens noch nicht so, weil auf die Rahmenbedingungen haben wir uns ja eingelassen.
00:08:18: und da gibt es aber noch Soll-Bedingung.
00:08:20: Sollerwartungen sind die Erwartungen, die an mich gerichtet werden, die aber gesetzlich oder im Vertrag nirgendswo geregelt sind, sondern das war's so ... Die Normen!
00:08:30: Die Nachbarschaft?
00:08:31: Die
00:08:31: Gesellschaft?!
00:08:34: Was ist denn nicht erwartet worden in der Sollerwartung?
00:08:37: Ich glaub' da wirds an der Stelle tatsächlich schwierig, weil wir dann ja wirklich über gar nicht selber definierte Erwartungen sprechen, sondern Erwartung die im Außen stattfinden und wo wir uns irgendwo auch einordnen in Regelwerk.
00:08:54: dass aber vielleicht gar nicht unseres ist.
00:08:56: Also wenn ich das für mich in die Zeit damals zurücktransportiere, gab es da einfach Regelwerke?
00:09:01: Die sind natürlich dann nicht im Arbeitsvertrag alles in den kleinsten Detail ausformuliert worden, aber es gab natürlich Geflogenheiten!
00:09:09: Es gab eine bestimmte Kultur wie man sich im Unternehmen, wie Gespräche stattgefunden haben und wie man begegnet ist...
00:09:16: Ich dachte gerade, wenn du in der Ohr warst von irgendeinem Filme drin gesteckt hast, dann haben sie sich auf dich verlassen müssen oder auf deine Rolle verlassen.
00:09:26: Dass alle Schauspieler das Equipment die Technik die Location XYZ in dem Moment gebucht geplant organisiert ist und dass es keine oder möglichst wenig Überraschungsmomente gibt.
00:09:42: Das ist ja im Endeffekt so der, dass was tust du mit welcher Qualität.
00:09:46: Ja und die Qualität steckt ja schon nicht mehr in der Muss-Erwartung Sondern das wäre sozusagen die Schippe obendrauf Die Verbindlichkeit von dir oder von der Position, die Du auskleidest oder Von der Rolle.
00:09:59: Ja,
00:10:00: die Art und Weise wie ich den Job auch eigentlich denke.
00:10:02: Also... Dass eine Rolle natürlich auch immer an Tätigkeit gekoppelt ist.
00:10:09: also Nehme eine Rolle an, um sie dann mit einer bestimmten Tätigkeit auszufüllen und dann ist ja die Frage wie man richtet.
00:10:15: Und da kann ich dann noch einen draufsetzen dass es nicht nur das Mindestmaß ist sondern dass sich halt auch sage okay Wenn ich es mache, dann mach' ich so perfekt das gar kein Fehler mehr passiert.
00:10:29: Oder ich mache's so gut dass sie sich alle am Set so freuen weil es mega gutes Essen gibt weil ich den besten Cateryver hab oder weil hier noch eine Blume geschenkt kriegt nachher.
00:10:39: Also diese Kann-Erwartung Das ist das Überzogene was da oben drauf sitzt Das sind oftso die zwanzig Prozent Die achtzig Prozent unserer Zeit im Arbeitsleben ja ausmachen oder in der Erfüllung der Rolle, die aber für uns häufig als sehr wichtig wahrgenommen werden.
00:10:55: Weil das halt uns ausmacht.
00:10:57: Ja und es ist natürlich auch ein schöner Fallstrick.
00:11:00: also wenn ich die Maßgabe für mich habe immer alles perfekt zu machen und keinen Fehler zu machen dann hab' ich mir da eine schöne Steuperfall selber gebaut.
00:11:10: Ich bin mal gefragt worden ob ich mit einem Perfektionisten zusammen leben möchte.
00:11:15: Ich glaube, mit dem habe ich lange Zeit zusammengelebt und mich mit mir selber.
00:11:20: Gruselig, oder?
00:11:22: Ja!
00:11:23: Für mich die große Erkenntnis keine Lust mehr auf Perfektion zu haben.
00:11:27: Also das war eine gute Frage, die man mir damals gestellt hat.
00:11:32: Okay aber jetzt kommen wir wieder zurück zu unserem Thema.
00:11:34: Wir haben also erstmal Rollen, die zugewiesen oder erworben sind.
00:11:38: Wir haben Erwartungen, die an die Rolle geknüpft werden.
00:11:41: Erwartung im Sinne von Muss soll Kann-Erwartung Und wir haben auch eine Rollenkonflikte.
00:11:47: Die Rollenkonflikte, die kommen automatisch wenn ich in unterschiedlichen Rollen unterwegs bin und wenn ich ... In meinem Fall als berufstätige Mutter bin ich automatisch in zwei Rollen unterwegs und da hab' ich automatische das Potenzial dass da ein Konflikt entsteht Wenn ich meinen Kind zu einer bestimmten Uhrzeit aus der Betreuung abholen möchte und ich habe aber vorher noch einen Termin und kommen nicht früh genug aus dem Termin los.
00:12:13: Dann hab ich vielleicht noch Stadtverkehr, den ich mich nicht entziehen kann.
00:12:17: Und dann komme ich einfach schnell in einen Stress für mich.
00:12:20: Das ist ja der schöne Holland-Konflikt.
00:12:23: Ich liebe dieses Beispiel!
00:12:24: Weil ich würde da sagen, dass sind noch sehr viel mehr Rollen drin.
00:12:28: Also Uli ist auch Verkehrsteilnehmerin in der Rolle der Verkehrsteilennehmerin.
00:12:32: Sie steckt nur hier fest im Anführungsstrichen der Berliner Verkehr.
00:12:35: Ihr kennt ihn.
00:12:36: Sie is Mutter, sie ist Arbeitnehmerin ... Sie ist aber auch noch
00:12:40: selbst?
00:12:42: Also sie nur für sich ohne Kind, ohne Arbeit.
00:12:47: Ich hab jetzt gar nicht lange nachgedacht und Sie sind auf einmal von zwei Rollen vier Rollen geworden.
00:12:51: Ja
00:12:52: Partnerin auch.
00:12:52: das heißt ich habe an einem Zeitpunkt X in der Vergangenheit besprochen dass ich das Kind am Tag abhole Und nicht mein Partner.
00:13:01: Das heißt da steckt ja auch eine Erwartungshaltung hinter Dass.
00:13:06: ich habe auch einen Potenzial wenn ich dann in den Konflikt komme dass ich das auch mit meinem Partner entsprechend ausagiere.
00:13:14: Wo es gibt ja auch noch deine Rolle als Vertragsnehmerin zur Betreuungsstätte, ne?
00:13:20: Ja!
00:13:21: Also auch da gibt's ja noch Erwartungshaltung wie du gegebenenfalls agierst, pünktlich bist etc.
00:13:31: und das ist das was es so komplex macht bei unseren Rollen Warum wir so oft durch unsere Rollen gestresst sind?
00:13:37: Ich glaube auch, dass es häufig andersrum funktioniert.
00:13:39: Dass dieses Bewusstsein über Rollen erst dann relevant hat und man irgendwie das Gefühl hat alles stresst mich.
00:13:44: Alles ist irgendwie gerade ätzend und anstrengend.
00:13:48: Und welche Rollen definieren auch welche Aufgaben und wo kann ich auch gezielt... ab oder anwählen?
00:13:55: Das ist eine schöne Übung, die ich auf den Trainings auch mache.
00:13:57: Wirklich mal die Teilnehmenden aufschreiben zu lassen welche verschiedenen Rollen habe ich eigentlich?
00:14:03: und das ist absurd.
00:14:04: bei manch einer ist nach zwei Minuten fertig und sagt Ich hab alles da stehen dafür rollen Und wenn man dann nochmal wieder hingeht und sagt hey überleg noch mal was noch und plötzlich kommt so viel mehr dabei raus und Dann habe ich sozusagen damit schonmal so die erste Basis auch rauszukriegen, wo sind denn im Prinzip auch konträre Rollen?
00:14:26: Rollen die vielleicht gar nicht zusammenpassen.
00:14:28: Wo vielleicht die Kann-Erwartung und die Muss-Erwartungen von den jeweiligen Rollen so in einem Disput stehen... Und dann komme ich auf einmal dahinter, wieso es mir gegebenenfalls nicht gut geht.
00:14:41: Dann komme ich gegebenen falls dahinter wie so gestresst bin oder unzufrieden.
00:14:47: Vielleicht bin ich auch aus der Rolle herausgewachsen.
00:14:50: Ja, die Schülerrolle
00:14:51: zum Beispiel.
00:14:52: Auch im Berufsleben.
00:14:53: Da, dass ich dann mich in den immer gleichen Routinen wiederfinde alles gefühlt aus dem FF kann oder genau das Gegenteil.
00:15:02: Ich kriege Sachen vorgesetzt wo ich das Gefühl habe so Puh!
00:15:06: Das ist sogar nicht meins.
00:15:07: Und da hat man oft wenn man von außen drauf guckt das Gefühl, dass die Personen so eine Opferhaltung in so einer Opferrolle sind.
00:15:14: also sie kriegen nur die gleichen Aufgaben.
00:15:18: es ist keine Weiterentwicklung da.
00:15:20: Sie sind nur am Fluchen, weil es so langweilig ist.
00:15:23: Weil sie so viel arbeiten müssen.
00:15:26: Wenig Selbstbestimmtheit und da vielleicht den Blick mal zu wenden und zu sagen was kann ich denn tun um meine Rolle wieder zu verändern?
00:15:35: Wie komme ich aus dieser Rolle raus?
00:15:36: das hilft extremst?
00:15:38: Ich glaube das ist dann wiederum auch ein Weg über die Bedürfnisse zu gehen dass man sich dem auch noch bewusst wird Lernen und Wachstum einfach auch zu den Bedürfnissen dazugehört, dass wenn ich in den Ewiggleichen Schleifen und Routinen drin hänge und dann wirklich gelangweilt bin.
00:15:56: Das ist dann einfach was fehlt.
00:15:57: und wenn ich das nicht im anderen Lebensbereich mir letztendlich alternativ reinhole, dass sich da vielleicht ein Feld habe wo ich ganz viel neues lerne, vielleicht irgendwie eine Sprache oder neues Hobby und bin da einfach in einem Feld drin wo ich immer mal wieder mich aus meiner gewohnten Routine rausbegebe, dann bin ich einfach in so einem immer gleichförmigen Stuhl drin und dann vernachlässig natürlich auch das Bedürfnis zu lernen.
00:16:26: Und vor allen Dingen finde ich es ist spannend weil es geht wieder darum sich nochmal ganz kurz zurückzulehnen die Pausetaste zu drücken und mal bewusst zu machen wie geht's mir mit?
00:16:38: In dem Fall der Rolle Was machen meine Bedürfnisse?
00:16:41: Und dann habe ich die Chance, in eine Klarheit zu kommen.
00:16:44: Mich neu sortieren zu können und dann in die Veränderung zu kommen... ...und auch Gestaltungsmöglichkeiten, die mir wieder Energie geben,... ...die mir Kraft geben, die Spaß machen, die mich in die Selbstwirksamkeit
00:16:54: bringen.".
00:16:56: Ich glaube an der Stelle gibt es halt auch so ein paar Möglichkeiten wie ich abbiege also dass sich dann mit einer Draufsicht und einer Klarheit auch wieder in der Orientierung bin, und sagen ja super jetzt gehe ich den und den Weg.
00:17:10: Aber vielleicht ist es aber nicht nur ein Weg der mich betrifft das heißt wenn ich auch mich aus einer Rolle löse und mich verabschiede aus einem bestimmten Bereich dann kann ich natürlich auf der anderen Seite auch Sorge haben dass jemand enttäuscht ist der mir aber sehr wichtig ist.
00:17:24: und dann wiederum die Frage Und möchte ich das riskieren, dass da jemand sauer ist?
00:17:29: Wenn ich sage, das ist irgendwie nicht mehr meine Rolle.
00:17:31: Das ist nicht mehr mein Bereich in dem ich sein möchte und das sind häufig dann ja diese Themen die dem noch mal so ein bisschen auf einer anderen Ebene gegenüberstehen.
00:17:41: Es ist nicht nur die reine Umsetzung, ach super!
00:17:43: Ich kann mir einfach einen neuen Hut aufsetzen oder ich entwickel meine Rolle anders sondern es sind auch immer nochmal andere Personen, die davon beeinflusst.
00:17:52: Und das ist halt das Konflikt Potenzial, was dahinter steckt.
00:17:55: Wenn ich selber meiner Rollen klar bin, wenn ich mir klar bin wie ich die Rolle leben möchte und gegebenenfalls nicht mehr den Kann-Erwartungen oder den Sollerwartung meiner Umwelt so gerecht werde.
00:18:07: Spannendes Thema!
00:18:08: Ja, vor allem fand ich gerade auch so
00:18:10: den Gedanken
00:18:11: jetzt wieder zu spinnen.
00:18:12: Es ist halt einerseits immer wieder das individuelle Erleben und auch Empfinden von der Situation aber sehr schnell die Dynamik, die dadurch entsteht im Außen.
00:18:24: Also das ist eben nicht der Mensch alleine, der immer agiert sondern es ist der Mensch mit seinem Umfeld.
00:18:30: Ja wir leben halt in einem System.
00:18:31: Wir sind halt nicht allein unterwegs auch wenn viele Menschen immer glauben ganz alleine unterwegs zu sein.
00:18:38: Absolut!
00:18:40: Ein Gedanken habe ich noch den würde ich ganz gern noch laut werden lassen.
00:18:43: Ich glaube warum dass Urlaubs-Ich immer so gefeiert wird Ein Seinszustand ist, der ohne Rolle funktioniert.
00:18:53: Das ist ein Zustand in dem keine Erwartungshaltung ich mir selber auferlege bzw die mir von außen auferlegt bekomme.
00:19:01: und das ist dieser Raum wo man sich selbst erlebt ohne eine Rolle zu haben dass es im Alltag sehr wenig stattfindet.
00:19:11: Das finde ich gerade mega spannende Gedanken weil ich mich gefragt habe ... hast du genau mit Urlaubs-Ich meinst.
00:19:18: Und wenn das Urlaups-Ich oder die Urlaupstrolle, hast du es so glaube ich sogar genannt... Die Urlaubstrolle ist Ich habe keine Rolle!
00:19:24: Dann würde ich mit einer starken These erst mal dagegen halten und sagen auch da hab' ich eine Rolle
00:19:30: Ja?
00:19:30: Wenn ich von einem Urlauts-Ich spreche stimmt.
00:19:34: Und
00:19:34: trotzdem ist der Punkt den du sagen willst total spannend weil da halt wenig Musserwartung... ...und auch wenig Kann- und Sollerwartungen sind.
00:19:43: Also würde ich dich jetzt gerade verstehen.
00:19:44: Ich weiß nicht ob ich richtig...
00:19:45: Ja, ich glaub generell einfach Erwartung.
00:19:48: Dass dann einfach es ist ein Urlaub wird glaube ich sehr häufig als eine erwartungsfreie Raum.
00:19:53: Ich kann tun und lassen was ich will.
00:19:55: Ich kann mich durch den Tag treiben lassen Was essen, wenn ich will?
00:19:59: Ich kann so lange schlafen wie ich will.
00:20:00: Es klingelt kein Wecker!
00:20:02: Ich muss nicht zu einer bestimmten Uhrzeit dafür Sorge tragen dass jemand im Bett ist.
00:20:06: Im Zweifel ich selber wäre vielleicht auch ganz gut.
00:20:09: Wenn ich am nächsten Tag einen guten Termin habe dann sollte ich schon gucken das ich genug Schlaf habe und das kann ich einfach alles ausschalten in einem Urlaubsmodus.
00:20:17: Ich mag's grad, die Gegenpartei aufzumachen.
00:20:20: Weil ich glaube es gibt genau so viele Menschen, die eine sehr hohe Erwartung an ihren Urlaub haben, die sich unbedingt erholen müssen, die unbedingt das Beste rausmachen müssen oder die einfach ganz viel Muss, muss, muss dahinterstecken haben weil sie den Urlaub vielleicht nicht für sich machen sondern für andere, weil der Urlaub was schlichten muss, was in der Realität nicht da ist.
00:20:44: und das wäre so schön wenn ... alle die Erfahrung machen könnten, dass Urlaub einfach Urlaub ist.
00:20:49: Ja,
00:20:50: stimmt!
00:20:50: Das ist
00:20:51: ein guter Punkt, das es vielleicht gar nicht so ... überall so war, also, dass es nicht unbedingt wahrgenommen wird, dass urlaub zum Erholen da ist.
00:20:59: und eher wo bin ich hingereist?
00:21:02: Was habe ich zu erzählen?
00:21:02: Welche Bilder bringe ich mit?
00:21:04: Welchen Bilder brust ich auf Social Media?
00:21:07: Dass da vielleicht auch einen gewissen Erwartungsdruck hintersteht.
00:21:10: Vielleicht auch die Erwartung an mich selbst, mich rauszuziehen aus dem jetzigen Berufsleben aus dem Alltag, den Kopf frei zu kriegen.
00:21:19: Der ist spannend!
00:21:20: Ich frag mich gerade, ob man automatisch auch Rollen einfach ablegen kann?
00:21:23: Ob jemand Rollen pausieren kann?
00:21:25: Also so wie das Urlaub sehe ich, ne?
00:21:27: Kann ich es mal gerade pausierend?
00:21:29: Das ist ja eine spannende Idee und kann ich auch eine Rolle haben wo ich keine Erwartungen dran knüpfe.
00:21:34: also ich vielleicht schon aber mein gegenüber das System wiederum, ne Knüpf das eine Erwartung daran?
00:21:41: Spannende Frage.
00:21:44: Da habe ich jetzt ein Fass aufgemacht.
00:21:46: Ja, aber wir haben ja gleich noch viel Zeit darüber zu philosophieren.
00:21:50: Vielleicht habt ihr auch noch einen Impuls?
00:21:53: Schreibt uns doch mal in die Kommentare wie ihr das seht mit den Urlaubs... Ich rollen!
00:21:58: Ob sie unbeschwert sind und ob da Erwartungen dran geknüpft sind.
00:22:01: oder ob er sagt Nö also wenn ich im Urlaub bin dann bin ich im urlaub Aber geht euch nicht so schnell auf den Leinen würde ich sagen Haben wir es verurteilt?
00:22:09: Ja.
00:22:10: Halten wir für heute kurz fest, wir haben darüber gesprochen dass Rollen zugewiesen oder erworben sind.
00:22:16: Wir haben drüber gesprochen das es bestimmt der Erwartung gibt an die Rollen Musserwartungen die vertraglich oder gesetzlich mehr oder weniger geregelt sind Sollerwartungen, die so den harten Kern widerspiegeln.
00:22:29: Wir waren vorhin bei Uli bei der Zuverlässigkeit und dann die Kannerwartung naja das alles on top!
00:22:34: Der Perfektionismus ja, der einen natürlich ziemlich in die Mangel nimmt.
00:22:39: Wir haben über die Urlaubsrolle gesprochen.
00:22:43: wir haben noch über die Opferrolle gesprochen wo ich in der passiven Rolle bin alle anderen sind doof nur ich nicht.
00:22:50: Und wir haben über Rollenkonflikte ganz kurz gesprochen.
00:22:54: Also schon wieder ganz schön viel für... ...fünfundzwanzig Minuten.
00:22:57: Und ich finde, alleine der Begriff der Opferrolle ist tatsächlich doch noch mal so.
00:23:02: ein bisschen kann die Tese nochmal stützen, dass sich eine Rolle durchaus verlassen kann?
00:23:07: Stimmt!
00:23:08: Weil da drehe ich ordentlich.
00:23:11: Ich würde sagen, Uli, Thema gut angeschnitten.
00:23:15: Frag an euch, welche Rollen habt ihr alle?
00:23:18: Wie zufrieden seid ihr mit euren Rollen?
00:23:20: Welche Rolle möchtet ihr verändern?
00:23:23: Mensch, Uli!
00:23:23: Kurzwalliges Thema.
00:23:25: Hat wieder wahnsinnig viel Spaß gemacht.
00:23:28: Hab einen schönen Nachmittag.
00:23:29: Lasst es dir gut gehen und wir hören uns.
00:23:32: Bis bald.
00:23:34: Tschüss.