Wenn Veränderung zu viel wird!

Shownotes

In dieser Folge tauchen wir tief in das Thema Change ein: Was bedeutet Veränderung eigentlich noch, wenn sie zum Dauerzustand wird? Wir sprechen darüber, wie die Geschwindigkeit und Masse an Neuerungen unseren Alltag, unsere Routinen und unsere Emotionen beeinflussen.

Wir teilen unsere persönlichen Erfahrungen und diskutieren, wie Führungskräfte und Teams mit Unsicherheit, ständiger Erreichbarkeit und innerem Stress umgehen können. Ob es um technologische Entwicklungen, neue Arbeitsstrukturen oder die Herausforderung geht, den eigenen Fokus nicht zu verlieren – wir fragen uns: Wo stehen wir im Veränderungsprozess? Und welche Routinen helfen wirklich, um gesund durch den Wandel zu kommen?

Du willst tiefer einsteigen? Wenn du merkst, dass genau diese Themen dich oder dein Team im Alltag begleiten, dann doch mal bei uns im Coaching oder unseren Trainings, Workshops vorbei:

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00:00:06: Eine Veränderung jagt ja heute die nächste.

00:00:09: Mir das zu überlegen, was in den letzten gut vierzig Jahren passiert ist, ist schon einfach immens!

00:00:15: Die Frage für mich ist trotzdem, was löst es für Emotionen bei meinem Gegenüber

00:00:19: aus?

00:00:20: Wenn eine Abteilung total viel Sinn ergibt, ist für die andere wirklich Pain In The Airs

00:00:26: Und dann muss halt die Jugarmatte

00:00:27: her.

00:00:36: Hey Uli Hallo Petra

00:00:37: Schön dass du wieder da bist Heute.

00:00:39: achte Folge Zum Thema Change.

00:00:43: Ich bin sehr gespannt, was wir heute besprechen werden.

00:00:47: Was ist Change für dich?

00:00:49: Drehen wir doch heute mal den Spieß um!

00:00:51: Ja

00:00:53: in der Zeit, in der wir jetzt leben gibt es einfach eine unglaubliche Beschleunigung und ich glaube wenn ich mich jetzt so an meine Kindheit zurück erinnere alleine wie viel Mediengeräte irgendwie durch meine Hände gegangen sind.

00:01:05: Vom damals noch Schallplattenspieler, Kassetten, Deck, Walkman, Disc-Man, Empire III Player.

00:01:13: zwischendurch gab es irgendwie noch eine ... Was kann ich mir wieder gießen?

00:01:16: Dann gab's auch so irgendwelche Disketten die man irgendwo reinstecken konnte.

00:01:22: Alleine mir das zu überlegen was in den letzten ja gut vierzig Jahren passiert ist schon einfach immens und was das einfach auch bedeutet für ... den Alltag.

00:01:33: Dass es einfach mobiler geworden ist, dass es schnelllebiger geworden ist und vielleicht auch komfortabler an der einen oder anderen Stelle.

00:01:40: Aber es ist auf jeden Fall deutlich dynamischer geworden.

00:01:43: Und das ist für mich ... ... Change!

00:01:46: Die Dynamik ist der Change?

00:01:47: Mhm.

00:01:48: Die Frage die sich nämlich mir, die ganze Zeit stellt ist, gibt es überhaupt noch ein Change... ... oder ist es nicht einfach unser Leben?

00:01:54: Weil im Endeffekt so wie du das aussagtest ne, bleiben wir mal bei dem vom Schallplattenspieler bis zur MP-III.

00:02:01: Ich weiß jetzt nicht von wann bis wann das war, aber wenn es zwanzig-dreißig Jahre waren.

00:02:06: Ich glaube es war wirklich ein langsamerer Change und man hatte Zeit einmal alles zu verdauen also erst mal wie so einen Shop da rein zu geraten festzustellen oh je ist das was ich will?

00:02:19: oh je brauche ich das?

00:02:20: ich war vielleicht in der Abneigung manchmal habe ich auch noch nur Wut empfunden dass das alte Medium das alte Thema die neue Veränderung nicht meins ist.

00:02:31: Irgendwann habe ich aber dann akzeptieren können, weil einfach zu viel Zeit auch ja dazwischen lag und irgendwann hab' ich's dann integriert in meinen Arbeitsalltag und also erst akzeptiert und dann auch integrierte mein Arbeitsalltag.

00:02:45: Und heute fühlt es sich so an... Es ist da!

00:02:49: Und ein paar Wochen später ist schon wieder was Neues da Und die paar Wochen ist sicherlich übertrieben, aber vom Gefühl her diese Zeit von der Veröffentlichung von dem so ist es jetzt.

00:03:00: So wollen wir's machen bis hin zur Umsetzung.

00:03:03: Ich glaube diese Zeitspanne ist extremst kurz geworden.

00:03:07: Ja, auch überhaupt diese gesamte Vernetzung von Informationen.

00:03:10: Dass ich wirklich simultan an einem Ende des Globuses irgendwo auf den Knopf drücke und zeitgleich erscheint es auf nem anderen Kontinent in der anderen Zeitzone.

00:03:21: also dass sich wirklich ohne Reibungsverluste kommunizieren kann.

00:03:28: Auf der einen Seite ein wahnsinniger Vortritt und auf der anderen Seite halt eine unglaubliche Beschleunigung.

00:03:32: Also wenn ich mich daran erinnere in meiner Kindheit, wenn da Briefe verstickt worden sind dann braucht man für eine Übermittlung einer Nachricht einfach bis zu drei Tage so.

00:03:41: Und jetzt sind es noch wahrscheinlich nur nicht mal drei Sekunden dass wir auf unseren Smartphones oder ja Computern letztendlich die Nachrichten und die Informationen einfach uns hin und her pingen.

00:03:55: System im Sinne von unser Körper, dafür war eigentlich gar nicht gemacht.

00:03:58: Ist

00:03:59: ja auch logisch.

00:04:00: also wenn man mal überlegt dass es im Prinzip sofort sich zu entscheiden hat benutze ich das jetzt?

00:04:08: gehe ich den Schritt mit oder gehe ich ihn nicht mit weil es mich dann auf einmal sofort überholt ist ja nicht die Zeit da zu überlegen.

00:04:20: Will ich das jetzt, mache ich es jetzt?

00:04:23: Was brauche ich an Informationen?

00:04:25: Also alleine diese Frage was brauche Ich an Informationen holt mich ja schon ein weil ich einfach erst mal überflutet werde.

00:04:31: Es ist gar nicht mehr dieses.

00:04:33: Ich ziehe mir, ich besorge mir Information Weil ich die Zeitung aufschlage, weil ich mal aktiv ins Internet gehe, was suche oder einen Buch lese Oder irgendjemanden interviewer befrage sondern Ja, es kommt einfach auf mich zugerollt.

00:04:50: Und dann in einer Geschwindigkeit und in einer Masse die ich erst mal händeln darf.

00:04:55: Da kann ich hier denken dass unsere Systeme damit auch überfordert sind.

00:04:59: Vor allen

00:05:00: Dingen auch extrem Asynchronen.

00:05:02: Es gibt quasi gar keine... Routine mehr, die ich habe.

00:05:06: Was meine Eltern haben morgens immer in die Zeitung gelesen.

00:05:09: Es gab dann einfach einen bestimmten Zeitpunkt am Tag wo das dann passiert ist oder an einem anderen Zeitpunkt des Tages wurde das gemacht.

00:05:17: Dann ging es dann weiter.

00:05:18: also es klingt jetzt gerade so ein bisschen wie ich rede von nineteenhundert irgendwas.

00:05:22: aber sich das nochmal vor Augen zu führen, wie sehr wir auch unseren inneren Takt verloren haben durch einfach eine Rhythmik die im Außen immer stärker beschleunigt wird.

00:05:32: Immer klingelt es, immer bimmelt es ich bin permanent erreichbar und es setzt einfach auch einen inneren Taktauserkraft.

00:05:40: Ich konnte mich einfach vorbereiten auf eine Veränderung damals weil ich so häppchenweise irgendwie mich erstmal an den Gedanken gewöhnen konnte dass sich was verändert.

00:05:52: So fühlt sich das für mich anders.

00:05:53: Ich weiß noch, als das iPhone rauskam und es erst mal dieses... Es wird ein Telefon geben mit dem du ins Internet UND telefonieren kannst!

00:06:01: Und auch noch Musik hören kannst.

00:06:05: Und

00:06:06: bis man das aber hatte.

00:06:08: Da sind erstmal Wochen vergangen weil das erstmal in der Keynote ja für mich zumindest Zukunftsmusik klang.

00:06:15: Und heute, wenn wir von einem Change sprechen oder von der Veränderung da habe ich diese Zeit, diese Vorlaufzeit gefühlt nicht sondern ich höre es und da ist es.

00:06:25: Ich glaube die Vorbereitungszeit hat uns früher oder hilft Menschen einfach auch mal ein bisschen zu selektieren und zu gucken.

00:06:32: okay mit welcher Dringlichkeit, mit welcher Wichtigkeit betrifft mich diese Veränderungen denn gerade?

00:06:38: Ja, und ich kenne gerade auch noch an Deiner Aussage von eben dieses Ich entscheide.

00:06:43: Und ich glaube auch das ist ein Stück weit verloren gegangen weil alles wichtig und dringend erscheint?

00:06:49: Weil es eben nach Aufmerksamkeit schreit.

00:06:52: mehr oder weniger überall sind irgendwelche Töne zu hören die meine Aufmerksamkeit catchen.

00:06:58: zack ist der Fokus woanders

00:07:00: und ich

00:07:00: bin gar nicht mehr oder ich nehme das vielleicht sogar gar nicht mehr wahr, dass sich permanent mein Fokus woanders hinschicke.

00:07:08: Und ich glaube, das ist etwas was wir auch immer wieder in den Trainings wenn es darum geht mit Führungskräften da auch dran zu arbeiten und an Selbstführungs-Skills.

00:07:19: Sich dem auch nochmal bewusst zu werden.

00:07:20: Ich habe einen Einfluss darauf ob ich auf etwas reagiere Was neben mir klingelt Ob ich es stumm schalte Ob ich mir bewusst Zeiten ein plane um meinen Fokus auf einen bestimmten Thema halten zu können.

00:07:34: Weil wenn ich das nicht tue, dann habe ich zumindest immer sehr viel Arbeit zu erledigen im Sinne von immer wieder mein Fokus ordentlich irgendwo zu justieren.

00:07:43: Das ist natürlich eine große Verlockung und die wird einem ja letztendlich auch nirgends wobei gebracht.

00:07:48: Ich meine wir haben natürlich in den Schulsystemen vielleicht irgendwelche Regelungen.

00:07:51: so nach dem... Es gibt keine Handys in der Schule oder Handys nur in den Pausen.

00:07:56: Da gibt es einfach klare Regelungen, aber dadurch bildet sich ja auch nicht diese innere Autorität aus dass ich selber für mich entscheide ganz klar was tut mir gut und was tut mehr nicht

00:08:06: gut?

00:08:07: Ja und eine Veränderung jagt ja heute die nächste also dieses.

00:08:12: wir können dich selbst entscheiden wie du's gerade nochmal zusammengefasst hast.

00:08:15: diesen Fokus halten wie denn auch?

00:08:19: Also tatsächlich die Frage, wie denn auch wenn heute A morgen B über morgens C und ich erstmal von meinem Verständnis ja noch in der Verarbeitung von A bin.

00:08:31: Weil mein Körper, meinen Körpf, meine Emotionen also all das was mich ausmacht muss ja erst mal das a annehmen können und als gut empfinden können damit ich nicht mehr gestresst bin.

00:08:43: Und b ist auch in die Umsetzung und ins Verständnis oder erst ins Verständnis und dann in die Umsetzung bringen kann.

00:08:49: Und diesen Fokus, das bedeutet erstmal verdammt viel wieder lernen und sich auch gut abgrenzen können ist ja oft auch ein Thema in den Coachings, die ich zumindest habe dass Menschen sagen Mensch ich kann mich gar nicht mehr abgrenzend richtig

00:09:06: Ich wollte gerade sagen, das ist so auf der einen Seite das Individuelle.

00:09:09: Aber dann ja auch die Frage lässt das System das zu?

00:09:12: Also gibt es einfach auch definierte Regeln, die in einem system wirken.

00:09:16: jetzt eben bei das Beispiel Schule.

00:09:18: da ist ein Regelwerk aber ich habe den in den Organisationen ja auch die Möglichkeit, Regelwerke aufzustellen oder zumindest eine Kultur zu etablieren.

00:09:27: Dass ich einfach auch die Möglichkeiten habe mich immer mal wieder rauszuziehen oder dass ich mir überlege ist es denn sinnvoll um fünfzehn Uhr noch ein Meeting anzubauen wenn die Hälfte meiner Belegschaft aber um sechzehn uhr schon in der Einrichtung sein darf um die Kinder abzuholen ob das dann so zielführend ist.

00:09:44: Immer weiter dann noch in diese Dynamik reinzugehen das immer mehr Stress sich auch aufbaut.

00:09:51: Ja, und ich dachte auch gerade zum Thema Veränderung.

00:09:56: Als ich in der Festanstaltung war, da gab es natürlich schon Smartphones – und da hat man natürlich auch die Smartphones mit den Terminen genommen – die waren aber mehr oder weniger als Kalender

00:10:06: dabei.

00:10:08: Da ist nicht parallel telefoniert worden, da ist auch nicht mit rumgespielt worden, die lagen halt einfach da oder waren auch in der Tasche, muss man auch ganz fair sagen.

00:10:18: Und den Fokus, den Sie heute haben und auch in den Trainingsjahr bei uns häufig haben, wo einfach alle naselang rausgerannt wird zum Telefonieren oder Teams-Calls drüber gemacht werden.

00:10:31: Oder XYZ – ich glaube das ist schon wieder ein Veränderungsschritt weil man nicht mehr nur per Mail oder per Telefon also Festnetztelefon erreichbar ist sondern heutzutage ja auch jeder Hans und Franz direkt über die Handynummer anruft, weil es heute einfach das normale ist Über die Handynummer anzurufen oder über ein Teamschat.

00:10:52: Oder über WhatsApp, oder Nachrichten... ...oder wie es alles heißt zu kommunizieren?

00:10:57: Ich habe ja auch nicht mehr nur das eine Kommunikationstool oder die

00:11:00: zwei.

00:11:01: Was beobachtest du dann in deinen Formaten auf lange Sicht?

00:11:06: Entführungskräfte davon berichten im Sinne von ich überall bimmelt und klingelt sich krieg gar nicht mehr irgendwie einen freien Kopf.

00:11:13: Ich kann gar nicht mir ordentlich in Führungen gehen.

00:11:18: Kein Fokus!

00:11:19: Also es geht wirklich darum, dass häufig diese Personen sich sehr wünschen, dass sie sich besser abgrenzen könnten.

00:11:27: Dass sie weniger Stress haben und ich glaube das ist jetzt so eine kleine Hypothese, dass das Verständnis dieser permanenten Erreichbarkeit auf allen Kanälen so gesetzt ist, dass dies noch nicht mal hinterfragt

00:11:42: wird

00:11:43: sondern die Lösung Die eigentlich ja sehr nahe liegt.

00:11:47: Ich lass das Telefon einfach mal in meinem Büro liegen und gehe in den Termin, die aber gar nicht gesehen wird sondern es braucht irgendetwas anderes.

00:11:55: Was anderes was mich entschleunigt?

00:11:57: Was anderes, was mich abgrenzt?

00:12:00: Das finde ich ist eine sehr spannende Beobachtung.

00:12:04: Und dann muss halt die Yogamatte her oder es geht darum... Dann gehe ich halt meditieren.

00:12:10: Interessanterweise da ist die Lösung.

00:12:12: Das Handy ist nicht dabei in der Regel.

00:12:13: Ist

00:12:15: eigentlich ein Mittel zum Zweck, um sich von seinen digitalen Endgeräten einfach mal für eine Zeit lang zu verabschieden?

00:12:21: Es ist so bisschen wie eine Rechtfertigung.

00:12:23: Wenn ich zum Yoga gehe oder Meditation gehe, dann brauche ich das Handy halt nicht.

00:12:29: So rumgedacht!

00:12:30: Also der Sport, die Entschuldigung dafür, dass ich das Gerät nicht mitnehme und auch das Selbstverständnis damit ausgelöst wird.

00:12:36: Anstelle andersrum zu denken, zu sagen Ich lass das Geräd einfach auf den Schreibtisch liegen und gehe in Ruhe in meine Pause wäre ja auch eine Möglichkeit, so rumzudenken.

00:12:46: Vom Gerät aus und nicht von der Tätigkeit

00:12:48: aus.

00:12:49: Ja.

00:12:50: Ich dachte gerade das hat dann auch etwas damit zu tun inwiefern man Ruhe aushalten kann wenn ich quasi auf die Yoga Mathe gehe oder auch Meditiere meditiieren wird schon ein bisschen schwieriger könnte oder könnte schon ein bißchen schwieriger werden.

00:13:02: aber wenn ich mich in einer körperliche Aktivität begebe was ja auch absolut legitim ist und auch absolut wichtig und richtig sich dann auch zu bewegen vielleicht eine bewegte Mittagspause mal zu machen, rund um Block zu gehen.

00:13:16: Vielleicht auch mal im nahegelegenen Park sich mal auf die Bank zu setzen und ein bisschen durchzuatmen ist ja extrem wichtig auch um das Nervensystem wieder runterzufahren.

00:13:26: aber die Frage ist ja was passiert dann?

00:13:28: Also kann ich das gut aushalten auf einer Parkbank zu sitzen ohne aufs Handy zu gucken?

00:13:32: Ja da ist dann die Abhängigkeit.

00:13:35: Aber ich glaube, das wird mal irgendwann eine Medienfolge.

00:13:37: Ja!

00:13:37: Ich würde gerne nochmal zum Change zurückgehen weil wenn wir jetzt sagen, dass Aushalten... also ohne meinen Medium, ohne meine Medien unterwegs zu sein und ich habe vorhin ja schon gesagt, wenn wir so durch einen Change gehen oder früher gegangen sind hat es halt ein bisschen Zeit gebraucht bis wir es integriert haben in unser Leben.

00:13:59: Wenn ich aushalten muss welche Emotionen könnte denn auf der anderen Seite dagegen stehen?

00:14:05: Weil sonst müsste ich ja nicht aushalten, ne?

00:14:07: Ja.

00:14:07: Ich glaube es ist tatsächlich eine Angst die dahinter steckt dass Menschen das Gefühl haben wenn sie nicht am Ball bleiben Wenn sie nicht informiert bleiben dann Ja fallen Sie quasi hinten runter Dann verlieren sie ihre Jobs.

00:14:20: also ich glaube das ist wenn man das wirklich runter bricht.

00:14:22: auf den Kern der Sache sind viele menschen einfach sehr sehr getrieben aus Sorge irgendetwas zu verlieren Vielleicht auch nicht mehr mitreden zu können.

00:14:32: Klar, wenn ich dann den Anschluss irgendwann verpasse.

00:14:36: Dann kann ich natürlich irgendwann vielleicht auch nicht mehr Online-Banking machen was für uns Standard ist aber vielleicht für die ältere Generation vielleicht gar nicht normal ist.

00:14:47: und wir haben halt irgendwann gesagt okay wie wachsen damit auf?

00:14:49: Wir nehmen es mit!

00:14:50: Und die Frage ist halt was passiert wenn man irgendwann mal sagt ne ich kann jetzt nicht mehr Ich möchte jetzt nichtmehr Mir ist das zu viel wandeln mir ist so viel Veränderung viel zu schnell.

00:15:00: Ich darf erst mal das eine, bevor ich das andere brauche weil oft bauen viele Sachen ja auch aufeinander auf.

00:15:05: aber wir reden jetzt soviel um Technologien.

00:15:07: Ich glaube es gibt noch ganz andere Change Prozesse dass klar Technologie einer der großen ist.

00:15:13: Aber ich denke gerade spontan so mal an Unternehmen die sich ja auch immer wieder neu erfinden dürfen.

00:15:19: Nicht nur in der Produktbereich, wo ich jetzt den Technologie-Part auch drunter sehe oder den Technologie-Part mit den Produktdefinitionen und Produktdiversifikationen.

00:15:30: aber die Märkte, die sicher auch neu sortieren bedürfen vielleicht ja auch nochmal andere Unternehmensstrukturen Und das sind natürlich ja noch mal anders.

00:15:41: meine Hypothese ist gerade dass da die Veränderung ... noch mal anders empfunden wird als im Technologie-Part.

00:15:50: Wie liest du das?

00:15:51: Ich hatte gerade erst den Gedanken, dass ich es tatsächlich gar nicht so richtig voneinander abgrenzen kann, weil ja die Technologie so viel Einzug gehalten hat in unseren Alltag... So!

00:16:00: Ich kann das irgendwie gar nicht mehr so richtig von meinem Alltag oder mir fällt es tatsächlich schwer, das abzugrenzen,... ...weil ich Technologie in fast jedem Tagesabschnitt irgendwie nutze für mich.

00:16:14: und demnach auch in der Arbeitswelt natürlich extrem viel genutzt wird.

00:16:19: Und das worum es aber in diesem Kontext geht, wenn es einfach Veränderungen im System gibt oder in Prozessen oder in Strukturen, dann ist es letztendlich ja auch wiederum ähnlich.

00:16:32: auf der individuellen Ebene stellt sich die Frage wie geht's für mich weiter?

00:16:36: Bin ich gut orientiert?

00:16:38: Bin handlungsfähig?

00:16:42: hat so ein bisschen für mich eine Ähnlichkeit mit der Technologie.

00:16:46: Also wenn ich die Technologie das Gefühl habe, ich beherrschte die Technik nicht mehr sondern die Techniken beherrschen mich dann hab' ich immer das Gefühl ich hänge eigentlich hinterher und in der Organisation, wenn aus der strategischen Geschäftsführung beispielsweise oder aus einer Abteilung heraus eine Entscheidung getroffen wird, die für die gesamten Organisationen eine Wirkung erzielt, dann ist ja wieder die Frage wie wird es kommuniziert?

00:17:12: Wie wird das damit mit dieser Information oder mit dieser Veränderung umgegangen.

00:17:16: Gibt es da eine Transparenz, gibt es eine Offenheit oder werden die Leute vor vollendete Tatsachen gestellt und es ist so ein mehr oder weniger Friss- oder Stirb?

00:17:24: Naja aber da stellt sich mir erst erstmal die Frage weiß meinetwegen das C-Level bereits, wie das Ende der Veränderung ausgehen wird.

00:17:32: Oder ist der Markt mittlerweile so dynamisch, so schnell getaktet dass wir sowieso nur noch auf Sicht fahren können und sagen können okay wir gucken uns die nächsten Monate angucken bis dann passiert und justieren dann gegebenenfalls nach?

00:17:47: Ja, das sind für mich zwei unterschiedliche Ebenen.

00:17:49: Also ob jetzt der Vorstand ist oder die Geschäftsführung – also es kann ja auch in einer kleinen Organisation eine Person sein, die dafür die Aufgaben in dem Bereich hat, das Geschäftsfeld zu entwickeln und sich strategisch auszurichten.

00:18:05: Aber es ist ja dennoch die Frage, wie transparent gehe ich um mit der Entscheidung auch wenn nicht vielleicht noch nicht genau weiß wo es hingeht.

00:18:11: Also selbst darüber kann ich kommunizieren und sagen Ich habe selber noch keine Klarheit.

00:18:16: Es wird sich auf Sicht Wir werden jetzt eine Zeit lang auf Sicht fahren Und wir bleiben einfach in Verbindung.

00:18:21: Die Frage für mich ist trotzdem Was löst das für Emotionen bei meinem Gegenüber aus?

00:18:26: Weil Wenn ich in der Führungsebene Transparent sage Wir fahren auf Sicht, wir gucken wo uns der Weg hinführt mal das so klar zu benennen, kann natürlich auch wieder eine Angst entstehen.

00:18:38: Zu wissen okay wenn die nicht wissen wie es weitergeht wer dann?

00:18:42: Und da geht's gar nicht darum wo die Person sitzt die das steuert aber die halt dafür oder die Personen die dafür verantwortlich sind.

00:18:50: und ich bin bei dir Ich finde Transparenz ist wichtig.

00:18:52: Die Frage ist halt immer nur was machen wenn ich nicht genug Transparens bieten kann?

00:18:57: ich muss ja oder mein Anliegen sollte ja tatsächlich sein auch die Sicherheit zu gewahren die Menschen mitzunehmen, ohne sie zu verunsichern.

00:19:08: Und ich glaube das ... Wir sprechen natürlich jetzt hier über einen Begriff der erst mal wirkt so, oh Gott, jetzt geht's um Angst!

00:19:16: Aber wenn man sich wirklich die Emotionen auf der tiefsten Ebene anguckt ist es ja tatsächlich Angst und Menschen kommunizieren nicht nur verbal.

00:19:23: Ich kann so tun als hätte ich ein Plan aber ich streihe was anderes aus.

00:19:27: Das verstärkt noch das Unsicherheitsgefühl bei den Menschen, die vermeintlich in Anführungszeichen beruhigt werden möchten

00:19:34: Ja, bin ich bei dir.

00:19:35: Und trotzdem ist aber für mich die Frage... Also es geht ja nicht darum zu lügen!

00:19:40: Es geht nicht darum eine Geschichte sich auszudenken wenn ich die Geschichte nicht kenne.

00:19:46: Ich darf aber trotzdem ein sehr großes Bewusstsein haben Wenn ich sage hey wir fahren auf Sicht oder Ich kann euch auch noch nicht sagen, wo die Reise genau hingeht.

00:19:55: Wenn ich mit dieser Transparenz spiele... Was machen die Worte mit meinem Gegenüber?

00:19:59: Und die Frage ist dann, wähle ich dann gegebenenfalls andere Worte und gebe einfach mal Etappenziele rein.

00:20:06: Ja, und ich glaube das hat dann einfach was mit der eigenen Haltung dazu zu tun.

00:20:09: also wenn ich selber mich extremst unwohl fühle in der Phase, wo ich einfach nicht auf eine lange Sicht hinplanen oder umsetzen kann Wenn das ein Bereich ist, der mir selber Unsicherheiten aktiviert.

00:20:25: Dann werde ich das auch nach außen so transportieren.

00:20:27: wenn ich selber aber da meine Souveränität und meiner Entspanntheit drin habe dann kann Ich das auch noch aus dem Ausstrahlen So dass heißt ich fange ja immer erst bei mir an um mich selber Auch entsprechend in eine ruhe zu bringen auch eine mentale oder auch eine emotionale ruhe Und dann erst nach draußen zu gehen.

00:20:47: Also das ist eigentlich, wenn man es jetzt als To-do sehen wollen würde, darf ich erst mal damit anfangen wieder bei mir anzufangen?

00:20:55: Ja, das ist ein schöner Punkt Uli den du gerade sagtest bei mir anfangen.

00:20:59: Das bringt mich zum nächsten Gedanken weil Wenn ich sehr unruhig bin, wenn ich Angst ausstrahle dann überträgt sich das ja auf dich und in der Regel strahlst du das dann auch weiter aus.

00:21:14: Du wirst ja dann genauso hektisch, genauso frustriert.

00:21:18: Vielleicht ziehst du dich zurück vielleicht bombardierst du mich mit oder andere dein Dein Umfeld Mit komischen Bemerkungen und Fragen Also irgendwelche Emotionen die da auftauchen.

00:21:28: Und ich glaube Die Aufgabe für den Leuten die durch eine Transformation Durch einen Change führen Das ist finde ich eine sehr hohe Aufgabe.

00:21:38: Es ist tatsächlich diese Ruhe und diese Sicherheit in die Teams weiter reinzugeben.

00:21:45: Und ich glaube, das ist wirklich eine Riesenaufgabe wo es auch keine Masterlösung gibt weil wir haben ja immer noch die Kaffeeküche, die da mit reinschwingt ne?

00:21:52: Die Gerüchteküchen... Manchmal.

00:21:56: sie kann dann doch Informationen durchdienen oder nicht durchsekern sollten, die dann aber auch noch verfremdet werden gegebenenfalls und ich glaube wer den Change oder die Transformation, die Veränderungen wie wir's auch immer nennen wollen begleitet durchführt, hat wirklich ein Problem wenn in der Organisation einfach nur noch Angst

00:22:20: vorhanden ist.

00:22:22: Ja Und ich glaube, dass was man sich vor Augen führen darf ist das egal in welcher Transformation.

00:22:29: Ich meine klar wenn alle Leute zu hundert Prozent davon überzeugt sind jup!

00:22:33: Das ist die allerbeste Lösung wenn wir jetzt uns in die und die Richtung verändern dann ist es sicherlich eine Ausnahme.

00:22:38: aber in Organisationen ist es ja schon häufig so, dass wir sehr divers aufgestellt sind und der Veränderung die für die eine Abteilung total viel Sinn ergibt ist für die andere wirklich pain-in the ass.

00:22:49: also sagen Es wird auf jeden Fall Reibungen geben in der Organisation und es wird auch Leistungsverlust geben.

00:22:57: Und sich dem auf der betriebswirtschaftlichen Seite auch nochmal klar zu machen, wenn man von Menschen dann in einer Situation, in der sie emotional stark gefordert sind, zu verlangen, in dem Moment das gleiche Niveau zu leisten wie zuvor ist es einfach mit Ansage... Situation, die einfach nur nach hinten losgehen kann.

00:23:21: Weil dann wird sich einfach immer noch weiterer Widerstand auf Bäumen.

00:23:25: Ja und da sind halt auch wenn wir wieder in den Phasen denken... Die Menschen sind noch nicht in der Integration.

00:23:31: Und ich verlange aber dass sie in der integration angekommen sind das sie mit neuen Ideen, mit viel Power, mit extra Meilen im Prinzip an einem Strang ziehen.

00:23:42: Da braucht es dann einfach eine andere Kommunikation, eine andere Geduld ein anderes Vorgehen andere Vorbilder gegeben, anfalls auch.

00:23:51: Ich würde gerne mit ihr mal ein Gedankenspiel machen.

00:23:54: Ja!

00:23:55: Stellen wir uns doch mal vor unsere Person die den Change, die Transformation, die Veränderung durchführt wird es wirklich schaffen alle mitzunehmen und alle sind Feuer- und Flamme.

00:24:08: wie würdet denn dann wohl ein Change aussehen?

00:24:10: Ein Changeprozess?

00:24:13: ich glaube dass Menschen die von diesem Change betroffen sind was dann ja sehr wahrscheinlich alle sind Das Gefühl haben, sie sind ein aktiver Teil der Veränderung und Sie werden nicht verändert.

00:24:24: Also es ist nicht jemand da, der sagt lauf links rum, lauf rechts rum jetzt vorne hinten oben unten sondern es ist auch dennoch einen Maß von Selbstbestimmtheit gegeben und auch von einem Erleben einer gewissen Kompetenz.

00:24:39: Also das heißt meine Mitarbeitenden sind in der Selbstwirksamkeit können den Sinn erkennen zwei wesentliche Dinge, um auch gesund zu bleiben.

00:24:48: Sie können im Endeffekt selbstbestimmt die Straße sozusagen gestalten also die Handlungsstraße weil sie im Prinzip die Richtlinien oder die Leitplanken haben wie sie über die Straße fahren dürfen.

00:25:02: Das würde ein wahnsinniges Tempo in so einen Veränderungsprozess bringen,

00:25:06: oder?

00:25:06: Ja dafür bräuchte es natürlich aber von denjenigen sozusagen den Change-Mastgeblich anstoßen auch wirklich ein sehr, sehr gutes ganzheitliches Bild.

00:25:20: Das ist eben nicht nur um den Fahrt der Veränderung für die Organisation gibt mit dem einen großen Nutzen.

00:25:28: auf einer betriebswirtschaftlichen Seite vielleicht wenn wir jetzt bei der in der freien Wirtschaft sind geht es ja häufig einfach um Zahlen geht's um Gewinne Vielleicht auch neue Geschäftsfelder, die es zu erschließen gilt und so weiter und sofort.

00:25:41: Das heißt wir sind da auch in der Wettbewerbsstruktur am Markt Und dem darf man sich ja dann durchaus nochmal bewusst werden.

00:25:47: also wessen Zielsetzung dient jetzt eigentlich diese Veränderung?

00:25:51: Also um was geht's eigentlich wirklich?

00:25:53: wer profitiert auch davon?

00:25:54: und ich glaube wenn Die Belegschaft davon auch profitieren kann oder auch mitgenommen wird im Sinne von was sind eigentlich auch die unsere Nutzen?

00:26:04: und das ist eben nicht nur darum geht nutzen für Externe zu generieren beispielsweise.

00:26:11: Dann hat man ein ziemlich großes Potenzial zumindest, dass dann Belegschaft auch sagt ja da sind wir absolut überzeugt es ist eine gute Idee.

00:26:20: sonst geht ja nicht darum, dass jetzt jede Organisation komplett demokratisch im Sinne von Abstimmungsprozesse und Entscheidungsprozess treffen, aber zumindest dass ein Verständnis dafür da ist.

00:26:33: Na dann!

00:26:34: Ich glaube wir haben einiges zum Thema Change heute gehabt.

00:26:37: Viele Impulse... ich weiß gar nicht wie wir sie zusammenfassen sollen.. ich glaube wir fassen heute mal gar nicht zusammen und würden euch gerne mit einer Frage entlassen nämlich mit der Frage wo steht ihr denn gerade in den Veränderungsprozesen?

00:26:53: Und welche Routinen tun euch

00:26:54: gut?!

00:26:55: in Veränderungsprozessen.

00:26:57: Und in dem Sinne verabschiege ich mich von euch und von Uli schön, dass du da warst.

00:27:02: Danke!

00:27:04: Ich würde sagen wir hören uns in unserer nächsten Folge.

00:27:07: Möchtest Du wieder, Tiesan?

00:27:08: Was wir besprechen oder wollen wir es mal

00:27:10: offen lassen?

00:27:11: Das hat eine Überraschung.

00:27:12: Ah, so viel Überraschen okay

00:27:15: Dann lasst Euch überraschen was beim nächsten Mal kommt.

00:27:19: wenn ihr uns ein Like da lassen wollt oder einen Kommentar oder eine Frage.

00:27:23: Wir freuen uns Bis dahin,

00:27:25: bis dann.

00:27:25: Tschüss!