Motivation beginnt bei deinen Bedürfnissen
Shownotes
In dieser Folge tauchen wir tief in das Thema Motivation ein und räumen mit dem Mythos auf, dass Gehaltserhöhungen dauerhaft beflügeln. Wir sprechen darüber, wie intrinsische Motivation, persönliche Stärken und echte Flow-Momente uns wirklich antreiben und warum extrinsische Anreize oft verpuffen. Gemeinsam beleuchten wir, wie Sprache und kleine Alltags-Hacks wie Playlists oder Bewegung sofort einen Energieschub auslösen können. Wir teilen unsere persönlichen Erfahrungen, reflektieren Motivationstheorien und zeigen, wie du deine Bedürfnisse nutzen kannst, um neue Kraft zu schöpfen. Lass dich inspirieren, mit uns zu entdecken, was dich wirklich motiviert – und wie du es gezielt aktivierst.Transkript anzeigen
00:00:05: Wenn ich motiviert bin, kommt auch ein Energieschub.
00:00:08: Das was wir nicht wahrnehmen als eine Besonderheit in unserem Tun ... das sind die großen Stärken!
00:00:15: Naja... Ich hab aus dem Muss tatsächlich so'n Gefühl es zieht mich nach unten.
00:00:20: Gehaltserhöhungen verpuffen.
00:00:22: Jedenfalls sind es Songs, die sehr progressiv sind.
00:00:25: Achtung, Achtung,
00:00:26: vielleicht darf unser Gehirn erst mal wieder anspringen.
00:00:36: Hey Ulli schön, dass du da bist.
00:00:38: Hi
00:00:39: Man, wir sind schon bei der siebten Folge heute.
00:00:42: Heute unser Thema Motivation.
00:00:44: Tolles Thema!
00:00:45: Ich freue mich schon drauf.
00:00:46: Motivation?
00:00:48: Meine Lieblingsfrage immer wieder wenn wir einen Überschriftthema haben was ist das?
00:00:53: Was ist Motivation für dich?
00:00:55: wie würdest du es definieren?
00:00:56: Tja mal wieder auch eine Frage ob das alles so wenigen Sätzen funktioniert dass sei mal dahingestellt.
00:01:02: also Motivations ist für mich, wenn ich aus meinen Werten und Bedürfnissen gegebenenfalls auch aus einem Defizit heraus ins Handeln komme.
00:01:12: Und am besten kann ich meine Stärken dabei einsetzen?
00:01:15: Ja!
00:01:15: Das hat mir gerade noch gedanklich gefehlt... Ich kenne ja auch die Abfolge oder deine groben Gedanken dazu.
00:01:25: und dann dachte ich, wo sind eigentlich die Stärkungen?
00:01:27: aber da sind sie.
00:01:28: Wobei, ich darf noch ergänzen Dabei handelt es sich um die intrinsische Motivation, die von mir heraus kommt.
00:01:34: Und ich glaube, da haben wir schon den ersten wichtigen Punkt.
00:01:37: Es gibt unterschiedliche Arten von Motivation, nämlich die, weil ich wirklich Bock darauf habe, weil's mir was gibt und gut tut.
00:01:44: Das ist mein Bedürfnis, mein Wunsch, mein Wert etc.
00:01:47: Und dann gibt's aber auch noch mal die Möhre, die man mir vor die Nase halten kann.
00:01:52: Das, was wir in der Arbeitswelt als Trainer, als Coach immer wieder erleben Diskussionen.
00:01:58: Ich kriege keine neue Gehaltserhöhung, ich darf nicht an dem Training teilnehmen und das ist dann die extrinsische Motivation des Belohnungssystems.
00:02:07: Ich bekomme etwas dafür wenn ich etwas
00:02:09: tue.
00:02:10: Ja. Ich würde sogar noch ein Stück weitergehen, also Belohnung auf der einen Seite aber vielleicht auch eine Ausgleich zu dem was ich reingebe kann ja auch in einem guten oder sollte bestenfalls im ausgewogenen Gleichgewicht stehen.
00:02:23: Das ist eine Kombination aus intrinsischer und extrinsischer Motivation.
00:02:28: aus der Organisation heraus eine Wertschätzung erhalte, wie beispielsweise einen zusätzlichen Benefit den ich bekomme.
00:02:36: Nutzen, wie du es gerade beschrieben hast, Teilnahme an einem Workshop-Format, an einem Training.
00:02:42: Zusätzlich zu dem was eben in meinem Arbeitsvertrag verhandelt ist mit Gehalt und Urlaubszeiten etc.
00:02:48: Und trotzdem Achtung!
00:02:49: Gerade wenn wir dann auch über Gehalt sprechen, Gehaltserwirkungen verpuffen halten.
00:02:54: also die intrinsische Motivation ist doch viel stärker.
00:02:58: Klar freut sich jeder, wenn er mehr am Monatsende raus hat.
00:03:02: Das beflügelt uns aber nicht dafür auch die extra Meile zu gehen oder nochmal zu sagen "Hey, komm egal ich packe jetzt noch mal neu an". Es ist kurzfristig gegeben und falls da aber langfristig können wir mit Gehalt leider nicht wirklich locken.
00:03:20: Wenn wir dann an dem Bild oder in den Pfad vielleicht gerade nochmal bleiben im Sinne von okay neue Gehaltsstufe und gleichzeitig rutscht die Motivation aber trotzdem nicht nach oben, sondern es ist dann irgendwann so ja okay nice to have.
00:03:32: jetzt habe ich irgendwie ein paar hundert oder vielleicht auch ein paar tausend Euro bestfalls mehr auf dem Konto.
00:03:36: Aber irgendwie kommt dann trotzdem nicht der Aufwind der eigentlich kommen sollte.
00:03:43: Ja und ich glaube man darf noch einen Faktor mehr mit reinnehmen weil ich glaube die Frage ist wo stehe ich gerade auf der Karriereleiter?
00:03:49: Dann bin ich gerade aus dem Studium raus, dann freue ich mich natürlich noch mal mehr.
00:03:52: Wenn die Gehaltserhöhung kommt oder bin ich halt schon sehr verwöhnt was mein Gehalt auch angeht und trotzdem gehört eine Gehalteverhandlung jetzt zu unserem Arbeitsleben dazu.
00:04:01: also ich will sie jetzt auch nicht madig machen aber wenn man das rein auf die Motivation runterbricht ist da sehr wenig Wirkkraft hinter, zumindest langfristige Wirkkraft.
00:04:10: Spannend!
00:04:11: Ich dachte gerade auch bei dem Beispiel wenn ich irgendwie frische von der Uni komme oder aus der Ausbildung auch meinen Erfahrungswissen noch nicht so angereichert.
00:04:22: Das heißt, ich bin ja auch in der Verantwortungsstufe relativ weit unten angesiedelt im Organigramm weil ich eben noch keine Verantwortung übernehmen kann bei einem fachliches Wissen aus der Erfahrungswelt sozusagen fehlt.
00:04:36: Naja und dann wäre es natürlich oder habe ich halt auch oft eine Chance dass ich halt sehr gut gerade wenn ich so ganz jung noch bin auch in meine Flohmomente komme wenn ich erproben kann Was kann ich denn eigentlich?
00:04:47: Was möchte ich können, wenn ich meine Stärken rausziehen darf und damit im Prinzip dann meine intrinsische Motivation immer weiter wach küssen.
00:04:57: Im letzten Training war es Thema zwischen mehreren Führungspersonen die Schwierigkeit mit jungen Mitarbeitenden zu arbeiten, die sehr motiviert sind aber die vom Ergebnis her denken Die sehen den Dienstwagen, die sehen eine hohe Gehaltsstufe.
00:05:12: Und denken ... Sie wollen da ja schnell hinkommen und sehen sozusagen die Ergebnisse aber sehen nicht was das dazu braucht um in diese Kategorie sage ich jetzt mal einen bestimmten Monatsgehalt oder einem bestimmtes Jahresgehalt auch zu bekommen was dann eben auf der Verantwortungsebene auch dasteht.
00:05:31: Das funktioniert bis zu einer bestimmten Zeit?
00:05:35: Punkt.
00:05:36: Die Frage ist dann immer nur, wie hart ist der Weg?
00:05:39: Und wenn es die intrinsische Motivation ist, weil's um die Aufgabe geht und das eigene Tun geht, weils um die eigenen Bedürfnisse geht, da ich die eigenen Werte ausleben kann, dann fange ich halt nochmal mit mehr Spaß an, dass zu tun.
00:05:51: Dann komme ich in die Flow-Momente wo es einfach ist, wo mein Akku sich auflädt obwohl ich am Arbeiten bin und denke nicht immer nur an die externe Belohnung.
00:06:00: Darf noch mal kurz reingesuhmt in den Begriff Flow Moment!
00:06:04: Wann entsteht der für dich?
00:06:06: Oder wie siehst du den Zusammenhang oder das Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren, die einen Flowmoment generieren.
00:06:15: Also ich bin ja so sehr angelehnt an dem Modell von Csíkszentmihályi wenn es darum geht dass sich meine Fähigkeiten und meine Kompetenzen in den richtigen Anforderungskorridoren einsetzen kann.
00:06:29: Zum Beispiel hier meinen riesen Fenster, also für alle die das jetzt nicht sehen.
00:06:33: Mein Fenster hat ein zwei Meter dreißig Höhe und vielleicht vier Meter Breite.
00:06:37: Das ist eine Riesenscheibe.
00:06:38: Wenn ich dieses erste Mal putze dann sind meine Fähigkeiten definitiv nicht so dass ich sie streifen frei kriege.
00:06:45: Wenn Ich das ganze aber immer wieder trainiere und trainiere Dann habe ich irgendwann den Moment wo ich es schaffe, dass ich keine Streifen mehr auf meinem Fenster hab.
00:06:52: Das heißt meine Anforderung diese Megascheibe zu putzen Die ist ja geblieben.
00:06:57: Aber meine Fähigkeiten oder Fertigkeiten oder Kompetenzen, da könnt ihr die Worte ergänzen wie ihr es möchtet.
00:07:02: Die sind ja gewachsen!
00:07:03: Die sind gestiegen.
00:07:04: Das heißt...die Scheibe ist streifenfrei?
00:07:07: Ich habe's geschafft und in dem Moment machts mir Spaß dann auf das Fenster zu putzen weil dann Anforderung und Fähigkeit in einem guten Gleichgewicht stehen.
00:07:16: Jetzt muss ich dieses Fenster aber immer wieder putzen Und ich werde immer besser darin.
00:07:21: Ich werd immer schneller darin und irgendwann denke ich mir hey ich hab keine Lust mehr dieses Fenstern zu putzten Dann ist das Gleichgewicht nicht mehr da und dann komme ich in eine lange Weile rein.
00:07:32: Wenn ich unterfordert, dann bräuchte ich entweder ein neues Geweht um das Fenster zu putzen oder ich bräuche gegebenenfalls eine größere Scheibe oder andere Wetterbedingungen.
00:07:43: Täglich Regen!
00:07:45: Ja!
00:07:45: Ich kann jeden Tag Fenster putzen.
00:07:47: Dann
00:07:47: würde ich Nano Spray nutzen vorher.
00:07:51: Ich war gerade vielleicht auch noch mal so ein bisschen Behind-the-scenes.
00:07:56: Wir Petra und ich sprechen uns zwar zu einem Thema ab, was wir besprechen.
00:08:00: Aber es ist immer wieder eine Wunder-Tüte.
00:08:03: Was wir besprechen, das entsteht tatsächlich in dem Moment.
00:08:06: Das ist hier nicht geskriptet.
00:08:07: deswegen habe ich mir gerade so ein bisschen erst mal gedacht Fensterscheibe.
00:08:11: aber ich finde es ist ein total cooles Beispiel weil es so klar ist was eigentlich passiert wenn wir etwas routinieren.
00:08:19: Die Schwierigkeit, die ja auch häufig ist, dass wenn wir im Erlernen einer Fähigkeit oder einer Fertigkeit sind dann sind wir ja häufig auch im Widerstand.
00:08:26: Weil es geht uns einfach nicht leicht von der Hand!
00:08:28: Wir sind ja im Lernen und das ist noch mühselig und zäh und irgendwann kommt man aber durch die Routine in diesen Moment wo man eine gewisse Schnelligkeit und auch ne gewisse Fertigkeiten ja auch abbildet, das dann eben durchzuführen und diesen Moment nimmt man aber im Zweifel gar nicht so... bewusst war.
00:08:47: Das ist doch normal, das ist doch Standard.
00:08:50: aber sich bewusst zu machen dass man ja irgendwann auch mal angefangen hat ich sage in den Seminaren ist immer mein Beispiel die erste Fahrstunde.
00:08:58: also wenn ich mir überlege wie ich mich heute ins Auto setze wenn ich losfahre und da bin ich gedanklich schon mehr oder weniger am Ziel angekommen und ich drehe aber erstmal den Zündschlüssel Und wenn ich mir dann überlege, wie ich mit siebzehn Jahren bei meinem Fahrschullehrer im Auto saß und dann so ... Oh Gott.
00:09:16: Hier sind überall Scheiter und Hebeln und diese Schilder und überhaupt die Straße und Gegenverkehr.
00:09:21: Das war eine komplette Überforderung, sich dann mal bewusst zu machen, dass es immer wieder diese Lernmomente gibt, die auch eine Irritation oder einen inneren Widerstand erzeugt werden, der aber überwunden wird über die Dauer, über die Routiniertheit und dann kommt eben dieser Flow, also der Fluss in der Handlung.
00:09:42: Und das dachte ich gerade, es ist eigentlich schade, dass wir das häufig gar nicht wahrnehmen an welchen Punkten wir dann auch wirklich Kompetenzen haben die wir einsacken können müssen.
00:09:52: und ja kann ich!
00:09:53: Naja, theoretisch kann das ja jeder für sich selber mal bei prüfen, ne?
00:09:56: Also wenn ich die Zeit vergesse, dann wenn's schnell und einfach von der hand geht In dem Moment wo ich gar nicht mehr mitkriege, dass ich arbeite So würde ich es für mich beschreiben.
00:10:06: Dann bin ich häufig in meiner Stärke, dann bin ich in meinem Floh und dann passt das einfach!
00:10:10: Und wenn ich jetzt schon daran denke... Ich müsste wie mein Auto alleine ... nach München runterfährt oder irgendwo anders, also so wie du es gerade beschrieben hast.
00:10:18: Da würde ich dann auch sagen Achtung, Achtungen vielleicht darf unser Gehirn erstmal wieder anspringen weil wir gegebenenfalls in der Unterforderung in dem Moment sind.
00:10:26: Weil wir uns vielleicht auch überschätzen die Gefahr oder die Strecke unterschätzen.
00:10:32: Vielleicht auch zu viele Fähigkeiten und Fertigkeiten haben.
00:10:35: ja das kann ja auch sein gerade nach X tausend Stunden Autofahren Da noch mal zu überlegen, dass wenn ich die Spur vom Flow vorlasse... ...dass ich auch schnell eine Überforderung oder eine Unterforderung mich begebe.
00:10:47: Ja?
00:10:49: Ich denke gerade parallel auf so an Einzelcoaching-Settings wo es darum geht eigene Kompetenzen wahrzunehmen.
00:10:57: Das was häufig kommt ist sowas wie Na ja aber das ist doch nichts Besonderes So das können doch alle Also gleichzeitig dieses Flow erleben was aber trotzdem gekoppelt ist, weil es mir jetzt leicht von der Hand geht.
00:11:11: Es ist nichts Besonderes und sich dem wirklich noch mal bewusst zu werden zu sagen naja das war ja noch nicht immer so dass es mir leicht von er handgegangen ist sondern ich habe Ja eine Aufbaustufe Ich hab bei einer Entwicklungsphase durchlaufen wo ich das erlernt habe und es dann in die Anwendung gebracht habe.
00:11:26: Das was wir Nicht wahrnehmen als Eine Besonderheit In unserem tun Als Stärke sozusagen das sind Die großen stärken Das ist das, was für uns so einfach das Normale ist.
00:11:38: Oder da können wir uns dann häufig auch noch mal hinterfragen wenn ich diese Stärke habe, dann motiviert es uns häufig das auch die einzusetzen.
00:11:46: Also die setzen wir einfach gerne ein, weil es ist ja einfach.
00:11:49: Unser Gehirn mag halt keine Kalorien verbrauchen das mag nicht denken in Anführungsstrichen Das mag Muster abscannen und was es kann immer wieder einsetzen.
00:11:58: Und deswegen hängen diese ganzen Begrifflichkeiten auch so zusammen als mag vielleicht als Zuhörer auch so bisschen verworren sein dass wir eine Motivationsfolge machen die so viel mit Stärke, so viel Mit Flow und Fähigkeiten zu tun hat oder auch mit Bedürfnissen.
00:12:14: aber das sind im Prinzip Dinge, die uns gut tun.
00:12:17: Die den Behörden gut tun und sagen hey davon möchte ich mehr
00:12:19: machen.".
00:12:21: Ich denke auch gerade nochmal an die Motivationstheorien von DC&Ryne, die ja drei Bedürfnisse isolieren, die für Motivations erforderlich sind.
00:12:32: Da habe ich einmal die soziale Integration das ich in Umfeld habe indem ich meine Kompetenzen auch anbinden kann dann eben genau das Feld der Kompetenz dass sich etwas dass ich eine Fähigkeit oder eine Fertigkeit, die ich erlernt habe auch anbringen kann in einem Handlungsfeld.
00:12:48: und das Thema Autonomie.
00:12:49: Das heißt, ich kann es selbst bestimmt ausführen.
00:12:52: Ich hab einen gewissen Handlungsspielraum und werde nicht permanent angeleitet etwas zu tun, sondern ich kann das selbstständig tun.
00:13:02: Und das sind für mich auch noch mal so Kriterien, die da auch ne Rolle spielen was dann einfach klar macht... Wir sind, wie du gerade schon sagst in einem relativ komplexen Feld wieder unterwegs.
00:13:12: Weil es eben nicht nur Motivation, die mal kommt und mal geht sondern dass ich das auch steuern kann über bestimmte Fragen, Reflektionsfragen wenn die Motivations fehlt, die Frage stellen was fehlt denn eigentlich grade wirklich?
00:13:27: Ja oder mir mal überlegen wie viel Autonomie brauche ich dann in meinem Leben und wieviel Autonomien habe ich gerade zum Beispiel in meinem Job in meinem leben in der Situation ABC?
00:13:38: Das ist wieder das Bedürfnis, was ich ganz am Anfang ... Was ist denn eigentlich Motivation?
00:13:43: Das Bedürftnis treibt es ja an.
00:13:45: Das kann ich tatsächlich sehr stark auf mich mündsen.
00:13:49: Ich bin Mutter von drei Kindern und der Weg in die Selbstständigkeit war für mich in erster Linie damit gekoppelt autonomer über meine Zeit verfügen zu können.
00:13:56: Toll!
00:13:56: Und jetzt hast du mich an der Backe,
00:13:58: ne?!
00:14:00: Ja, das waren wirklich ein ganz großer Treiber, dass ich gesagt habe, Möglichkeit über meine eigene Zeit verfügen zu können und gehe in die selbstbestimmte Zeitplanung.
00:14:12: Also natürlich brauche ich ja auch immer einen Abgleich mit dem Außen, also Coaching wäre es dann schon ganz gut wenn ich irgendwo hinkomme und jemand anderes ist auch da.
00:14:19: Gleichzeitig war das der Wunsch, wie du auch gerade sagst aus dem Bedürfnis heraus etwas an Handlung zu bringen.
00:14:25: Das waren die Motivationen dahinter.
00:14:27: Ja,
00:14:27: er kann sich sehr gut nachvollziehen!
00:14:29: Ich habe nur ein anderes Thema was wir nutzen können, wenn uns die Motivertion fehlt um uns auf die Schliche zu kommen Und zwar können wir unsere Sprache mal beobachten.
00:14:40: Wie oft sagst du müssen, Oli?
00:14:42: Oh zu oft!
00:14:43: Immer noch... Ja doch.
00:14:45: Du hast mich da schon gut gelehrt auf das Missen zu achten aber ich sage es schon noch oft.
00:14:51: Und sollten oder sollte oder soll?
00:14:59: Ich glaube das steht auf Rang zwei.
00:15:01: also müssen ist tatsächlich noch schon noch präsenter als sollen ja doch Muss ich ehrlicherweise gestehen?
00:15:11: Das
00:15:11: sind so Signalworte dafür, die uns helfen mal zu gucken.
00:15:17: Wie gerne tue ich denn etwas?
00:15:19: Ich muss noch den Müll runterbringen!
00:15:23: Und ich möchte mal mit dem Beispiel ich muss noch einkaufen gehen machen.
00:15:28: Ich habe versucht die Betonung möglichst leicht zu behalten.
00:15:33: Überprüft mal bei euch was da ankommt.
00:15:35: Was ist bei dir angekommen?
00:15:40: Tatsächlich so ein Gefühl, es zieht mich nach unten.
00:15:43: Es nimmt mir die Kraft.
00:15:46: Ist belastet und üblich aus, ist stresst.
00:15:49: Wir sind wieder in ... Oh Gott!
00:15:51: Jetzt muss ich auch noch einkaufen gehen.
00:15:54: Und ich gehe ja einkauen.
00:15:56: Das hat eine andere ... Das ist eine einfache ... Es hat eine Leichtigkeit, die das mitbringt.
00:16:02: Die Aufgabe ist dieselbe.
00:16:04: Ich kann mir da relativ gut was vorkaukeln?
00:16:06: Ja!
00:16:07: Aber es macht auch wieder was mit unserem System.
00:16:09: Und das macht etwas mit mir, wenn ich einfach das Müssen versuche mal zu hinterfragen, wo kommt das denn her?
00:16:17: Habe ich wirklich gerade keine Lust oder baue ich selber Druck auf weil es für mich nicht die Komfortzone sondern die Lernzone ist.
00:16:25: müssen hat viel auch mit extrinsischer Motivation zu tun.
00:16:28: Ich muss noch die E-Mail für den XY beantworten.
00:16:33: Was sagt er denn, wenn du die E mail heute nicht mehr beantwortest?
00:16:35: Welche Folge hat
00:16:37: das?
00:16:37: ne?
00:16:38: Bei mir dann relativ schnell der nachfolgende Gedanke, dass ich dann gucke was ist die Konsequenz?
00:16:45: Also was passiert denn wenn ich es jetzt nicht mache und das dann wirklich nochmal auszuloten.
00:16:52: Okay bleibt er wieder statt der Widerstand und zu sagen okay gut dann halt heute nicht einkaufen.
00:16:56: Dann weiß ich nicht Tütensuppe oder was auch immer.
00:17:00: Dann kann ich ja darüber ja auch erst mal wieder in so in eine eigene Kompromissfindung gehen.
00:17:06: Bei mir kommt das Missen sehr häufig, wenn mein Energielevel tendenziell niedrig ist und ich das Gefühl habe, da ist jetzt noch ne Aufgabe, aber ich hab gar
00:17:13: keine Kraft!
00:17:15: Und dann ist es ja wiederum eben nicht des Einkaufen was den Stress auslöst sondern dass ich einfach keine Energie habe um einkaufen zu gehen weil ich denke so rausgehen und dann irgendwie nochmal an den Supermarkt und vielleicht weiß ich noch gar nicht genau was ich einkauen will oder oder.
00:17:31: Und ich hab auch nicht die Energie, das irgendwie vorzubauen.
00:17:35: Dass ich mir eine Liste schreibe.
00:17:36: Weil das ist immer wieder alles Denkprozesse sind und sie brauchen einfach Energie.
00:17:40: Ich kann dann natürlich auch sagen ... Okay, ich mach's mehr einfach.
00:17:43: Ich verschieb es sozusagen auf einen anderen Zeitpunkt, wo mehr Energie da ist.
00:17:47: Legitim?
00:17:49: Oder ... Du delegierst es mal an deine Kinder!
00:17:50: Ja,
00:17:50: und ich delegier's mache ich auch sehr gerne.
00:17:54: Oder ich nehm ja einfach noch mal einen kurzen Moment, wo ich sage okay, ich leg mich jetzt einfach nochmal zwanzig Minuten Auf Sofa, auf dem Balkon.
00:18:02: Weiß ich nicht wohin?
00:18:03: Und sammle einfach noch mal gezielt Kraft, um in die nächste Handlung zu gehen.
00:18:08: Wenn es darum geht ... dass ich zu wenig Pausen gemacht hab am Tag, zu sagen okay das ist gerade ein Signal aus dem Körper hier ist gerade eine Energiedefizit und ich darf mich erst mal wieder Grund versorgen und schauen, dass ich erst mal in die Balance komme.
00:18:22: wenn ich merke nach zwanzig Minuten jetzt kommt die Kraft zurück und ich kann wieder in Aktion treten ... dann entweder machen oder zu sagen, okay Kraft ist tatsächlich irgendwie heute nicht so wirklich da.
00:18:33: Ich entscheide mich ich bleibe liegen und weiß ich nicht.
00:18:36: Tiefkühlpizza was auch immer!
00:18:38: Was dann wieder eine intrinsische Motivation ist?
00:18:40: Ja...
00:18:42: Deswegen hekt meinerseits immer Convenientprodukte zu Hause
00:18:48: an.
00:18:48: Lieber ein frisch gebackenes Brot,
00:18:49: oder?!
00:18:51: Ach so ne ehrliche Tiefkühlpizza, da kannst du mich schon auch holen.
00:18:56: Grundsätzlich würde ich das Thema Motivaton auch noch mal koppeln mit dem Thema Energie.
00:19:02: Also, dass ich ... wenn nicht motiviert bin, kommt auch einen Energieschub in meinem System auf.
00:19:09: Wir hatten um es vielleicht da ein bisschen klarer zu machen als wir neulich zusammen an einem Konzept gearbeitet haben war sehr schnell sehr viel Energie da weil wir in so ein kreatives Denken gekommen sind und das ist was mir super schnell, super viel Energie gibt.
00:19:28: Weil sich dann einfach die Dinge aneinander rein und ich merke das dann wirklich körperlich, dass dann richtig wie so ein Schub kommt.
00:19:36: Und wenn das eben zäh ist im Sinne von Erarbeitungsprozesse oder man kann nicht mal aus der Box herausdenken sondern hat immer diese gleichförmigen Routinen, wie du es auch mit dem Fensterputzen beschrieben hast, dieses immer wieder die gleichförmmigen Sachen ... Das demotiviert auch.
00:19:55: Da vielleicht auch noch mal die Praxis in so einem Kreativprozess, das sind wahrscheinlich dann wieder die Stärken, die von uns damit reinfließen.
00:20:02: Ist dann halt auch eine klare Sprache wieder es gibt nicht das Jahr aber sondern das Jahr und es baut aufeinander auf Es geht weiter Und damit beflügelt man die eigene Stärke Die Energie ja auch immer weiter weil sich die Spirale nach oben dreht und wir nicht in einen bewerten.
00:20:17: achja aber so kann sie's nicht machen ich würde es dann lieber so machen.
00:20:21: also auch da Wieder die Verbindung.
00:20:23: Sprache ist halt häufig auch ein großer Schlüssel zur Motivation.
00:20:27: Und da können wir euch nur mit auf den Weg geben, wenn ihr in neueren Terminen sitzt oder in ein Gespräch geht, überlegt doch mal was wollt ihr denn vermitteln?
00:20:36: Wollt ihr Leute demotivieren oder wollt ihr sie motivieren?
00:20:41: und wenn es ums Motivieren geht dann das ja und... Dann die offene Frage mit reinbringen gucken welche Stärken sind da?
00:20:50: Das wären noch alles coole Dinge, die funktionieren und funktionieren ohne dass ich einen großen Aufwand leiste.
00:20:55: Und auch umgekehrt das so kritisieren um das Kritisierensbilden, dass es einfach ein unglaublicher Motivationskiller ist.
00:21:03: Wenn ich das nicht konstruktiv adressiere im Sinne von Ich benenne den kritischen Punkt um aber wieder in die Veränderung zu gehen ums weiterzuentwickeln oder einen Fortschritt zu erzielen.
00:21:15: Dann bin ich wieder in der Perspektive, dass sich etwas nach vorne also in die Zukunft richten will.
00:21:19: aber wenn ich so verharre in Ewigkeiten Diskussionsführungen und ja kritisiere einfach nur auf etwas rum dann bricht einfach die Motivation auch
00:21:30: ab.
00:21:31: Ja das heißt auch Erfolgefeierende.
00:21:34: Erfolgen nach vorne stellen gar nicht mit den Fehlern immer nur konfrontieren?
00:21:39: Wie du gerade gesagt hast, die macht der Worte, dass ich darüber einen wahnsinnigen Einfluss habe wie ich ein Gesprächsraum und auch eine Arbeitsatmosphäre gestalten kann.
00:21:50: Alleine über die Worte, die ich verwende.
00:21:52: Tolles Thema!
00:21:54: Wie sagen wir das jedes Mal?
00:21:57: Zwei Hex hätt' ich tatsächlich noch.
00:22:01: Wir reflektieren das Thema ja hier sehr stark immer so über... über den Verstand und gleichzeitig kann ich mir Motivation aber auch sehr schnell über den Körper holen, also indem mich körperlich aktiviere bewegte Mittagspause beispielsweise oder zwischendurch einfach mal aufstehen.
00:22:16: Manche Personen haben ja auch einen Höhenverstellbaren schreibt es alleine die Möglichkeit zu haben Ich stehe einfach mal ab und aktivieren.
00:22:22: meinen Körper Kann auch schon wieder was mit meinen Energiereserven und meiner Kraft und somit auch meine Motivations machen.
00:22:31: Playlists, also ich hab häufig in Coaching-Prozessen gebe ich quasi immer wieder Aufgaben mit für zu Hause.
00:22:40: Ich vermeide das Wort Hausaufgaben weil es eher ...
00:22:43: demotivierend
00:22:44: ist.
00:22:44: Demotiviert ist, kommt natürlich häufig aus einem anderen Kontext.
00:22:47: aber Aufgaben zur Vertiefung sich wirklich mal eine Playlist zu erstellen mit Songs die einen echt aktivieren und wo man sagt so boah!
00:22:55: Das ist ein Lied was ich hören kann, wo ich richtig merke, hier kommt die Energie rein richtig über den Körper aktivieren, weil ich ... Ja.
00:23:04: Einfach mit dem Beat mitschwingen kann und weil ich da einfach in einen Zustand komme, wo ich merke so, jetzt kommt wirklich eine Power!
00:23:11: Der ist ein cooler Hex.
00:23:13: Uli, hast du eine Playlist?
00:23:14: Ich hab ganz viele Playlists.
00:23:15: Was
00:23:15: ist das erste Lied?
00:23:19: Das ist echt... Kommt wirklich auf die Situation drauf an.
00:23:22: also es gibt ... Ich bin ja auch sehr rock-musik-Affin.
00:23:27: von daher sind dann natürlich auch einige Packrock-Klassiker drin.
00:23:32: Merkt ihr, sie will uns nicht
00:23:34: richtig den Gang gucken
00:23:35: lassen?
00:23:35: Nein, aber es fällt mir wirklich schwer weil Musik und Genre ist für mich noch mal so echt ein eigenes Feld wie eine eigene Wissenschaft.
00:23:43: Aber auf jeden Fall sind das Songs die sehr progressiv sind.
00:23:46: Okay ich
00:23:46: lasse dich auch raus!
00:23:50: Ja cool Dann würde ich sagen fassen wir mal noch einmal zusammen, was wir so mit auf den Weg geben wollen.
00:23:56: Was haben wir besprochen?
00:23:57: Wir haben besprochen, was ist Motivation?
00:23:59: Haben damit unterschieden, was es intrinsisch und was ist extrinsisch.
00:24:03: Kurz zusammengefasst, intrinsische Motivations, das was aus meinen Bedürfnissen, aus meinen Wünschen, aus meinem Werten... Ich habe wie eine Triebfeder in mir.
00:24:12: Extrinsische Motivertion der Klassiker, der Gehaltscheck, der Firmwagen Naja, vielleicht ist das für ein Fahrrad hier in Berlin auch eher.
00:24:20: All das was man sozusagen als Mürre vor die Nase gehalten bekommen hat.
00:24:24: Dann haben wir weiter gesprochen über den
00:24:26: Flow.
00:24:26: Das war es letztendlich auch wenn ich meine Stärken auch einsetze In meinen Handlungsfeld.
00:24:31: Es ist eben Über die Bedürfnisse auch noch weiter hinaus geht dass Ich merke ich habe eine Kompetenz Die ich ins Feld bringe und Wenn ich sie routiniere dann entsteht einfach eine gewisse Handlungsfähigkeit und ein Fluss in meiner Handlung.
00:24:44: Dann
00:24:44: haben wir noch über die Bedürfnisse gesprochen Beziehung, Kompetenz und Autonomie Dass man die überprüfen kann wie man damit gerade aufgestellt ist.
00:24:54: Und dann hat Ulli noch ein paar tolle Hecks reingebracht.
00:24:57: Ja!
00:24:57: Die Playlist.
00:24:58: Vielleicht spoiler ich jetzt doch, "Killing In The Name Of", Rage Against The Machine
00:25:04: Dafür braucht es so lange.
00:25:06: Vielleicht erstelle ich die mal irgendwann und lade sie mal hoch, die Motivationsplaylist.
00:25:11: Das ist ja cool!
00:25:11: Lass
00:25:11: uns mal eine Motivation Playlist das Name für eure Sommerfolge.
00:25:14: In die Shownotes kommt an die Motivations-Playlist.
00:25:18: Ja und dann hatten wir noch frische Luftbewegung und glaube damit haben wir eine gute Zusammenfassung und hören uns in der nächsten Folge.
00:25:26: Oli mit welchem Thema?
00:25:27: Change Veränderungen
00:25:29: Das, was wir tagtäglich erleben gerade.
00:25:31: Okay!
00:25:32: Alle da draußen, euch allen noch einen schönen Sommer
00:25:34: und passt auf euch auf.
00:25:36: Alles Gute.
00:25:37: Bis bald.
00:25:38: Danke dir, Ulli.
00:25:39: Ciao.