Commitment: Wenn aus Zustimmung echte Verbindlichkeit wird

Shownotes

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00:00:05: Da sind übrigens die inneren Konflikte, die wir in der letzten Folge hatten.

00:00:08: Gerade sehr schön aufgezählt

00:00:09: worden.

00:00:10: Ich brauche ein Handlungsfeld was zu meinen Kompetenzen passt

00:00:14: und auf der anderen Seite würde ich aber auch sagen vielleicht darf man da auch noch mal die Beziehungsebene kontrollieren.

00:00:21: Wir haben einfach vom urmenschlichen Prinzip her natürlich auch Ängste wenn wir uns auf ungewisses Terrain begeben

00:00:29: Und deswegen ist das Commitment für mich schon auch ein großes Führungsinstrument.

00:00:34: Mein Kopf ist gerade so ein bisschen durchgegangen.

00:00:42: Oli, es ist wieder Podcast-Time!

00:00:45: Yes?

00:00:46: Herzlich willkommen zu Folge sechs.

00:00:49: Okay, warum geht's heute, Oli?

00:00:51: Um das Thema Commitment.

00:00:53: Wir haben in der letzten Folge damit schon geendet und die Überleitung gemacht und das absichtlich als Cliffhanger stehen lassen.

00:01:01: Und gegebenfalls gibt's jetzt die eine oder andere Person dieser Commitement.

00:01:04: Was ist das denn?

00:01:07: Was ist Commitment?

00:01:08: Spannende Frage.

00:01:10: Es gibt viele oder verschiedene Begriffe, die den Commitement-Begriff nochmal anders umschreiben.

00:01:18: also ich kann es auch synonym setzen mit Engagement oder Englisch Engagement Verbindlichkeit Bindung Bekenntnis Einsatzbereitschaft Loyalität Treue Selbstverpflichtung

00:01:30: Bekenntniss.

00:01:32: Ich habe verschiedene Möglichkeiten, diesen Commitment Begriff nochmal zu umschreiben.

00:01:37: Und wir haben uns aber gezielt oder bewusst entschieden den Commitement Begriff zu wählen weil er für uns so das auf dem Punkt bringt und was es eigentlich geht.

00:01:49: Ja also was da meines Erachtens ganz stark drin ist ich habe keinen stillen Zweifler!

00:01:57: Ich bin dabei und zwar mit meiner Motivation aus vollem Herzen und ich habe einfach Bock darauf, dass es so ist.

00:02:08: Das drückt der Begriff für mich aus.

00:02:10: Ich bin committed quasi neudeutsch!

00:02:13: Ja das ist der Handschlag.

00:02:15: Im Westfalen hätte man früher gesagt der Handschlag?

00:02:17: Ja

00:02:18: ja das ist ein schönes Bild dafür weil wenn ich ein Geschäft mit einem Handschlag besiegele dann kann ich mich darauf verlassen.

00:02:24: Dann bin in einer Verabredung für ein gemeinsames Ziel, eine Aufgabe was auch immer die Verabregungen ist.

00:02:31: Aber beide Parteien die dann den Handschlag sich gegenseitig geben stimmen zu zu einer gemeinsamen Sache.

00:02:38: Ja und sie springen über das größte erste Hindernis gemeinsam Und gehen den Weg komplett gemeinsam egal was passiert.

00:02:47: Auch wenn es Einflussfaktoren von außen gibt läuft man gemeinsam weiter eine Lösung.

00:02:53: Man kann halt drüber sprechen, weil die Konfliktebene bekannt ist oder nicht bekannt ist sondern weil die konfliktebene so

00:03:02: fest

00:03:04: definiert ist oder so klar ist, weil der Beziehungsebene wiederum darunter stimmt dass man auch einfach keine Angst haben braucht wenn irgendetwas im Laufe dieses Weges nicht hundert Prozent funktioniert dann findet man halt gemeinsam einen anderen Weg Zwar eine Ausweigslösung.

00:03:24: Ja, da hast du gerade gesagt hast Angst und auch gemeinsamer Weg und Hürde.

00:03:29: dann habe ich ja begebe ich mich sozusagen ja auch auf ein... Ich begebe mich ins Ungewisse.

00:03:35: Ich hab zwar einen Plan den ich ausgestehe wo ich einfach mir bestimmte Dinge abstecke ... einer zukünftigen Situation Y, habe ich das und das erreicht oder haben wir das und es erreicht?

00:03:48: Der Weg dahin ist vielleicht jetzt noch ein bisschen unklar.

00:03:50: Aber wir haben vielleicht schon mal eine Ergebnislinie die wir erzielen wollen... ...und was sich gerade für mich so ganz locker-flockig aus deinem Mund angehört hat, sondern wie gehen wir einfach los und nehmen jede Hürde

00:04:01: usw.,

00:04:02: ist ja das was im Tagesgeschäft in Organisationen häufig gar nicht so locker-flockig ist!

00:04:09: Hast du aus deiner Arbeit als Coach und Trainerin Ein Beispiel parat?

00:04:14: Ja, also wenn ich das so auf die individuelle Ebene runterbreche.

00:04:20: Wenn ich im Einzelcoaching arbeite geht es auch häufig darum erstmal die Selbstverpflichtung zu einem eigenen Plan in Sinne von wenn es um berufliche Veränderungen geht oder um... Ich möchte meine Karriere aktiv anpacken und bestimmte Wege gehen oder bestimmte Schritte gehen, bestimmte Stufen erklimmen sozusagen wie sehr wir uns da auch selber im Weg stehen können, weil das vorhin gesagt Angst ist ja auch etwas was legitim ist.

00:04:49: Wir haben einfach vom urmenschlichen Prinzip her natürlich auch Ängste wenn wir uns auf ungewisses Terrain begeben, wenn wir nicht genau wissen was erwartet uns und dass es erstmal so ein bisschen wie so ein Paradoxon gerade uns in einem Feld bewegen, was einfach noch nicht so eine ausgetramppelte Fade hat.

00:05:10: Wir auch vielleicht eine neue Kollaboration anstoßen oder eben ein neues Feld eintreten.

00:05:17: beruflich sind halt viele Unsicherheitsfaktoren von vornherein da weil ich das Feld einfach noch nie erfahren habe.

00:05:26: Ich bin ja noch dabei das zu erfahren und wenn ich je nachdem wie ich darauf reagiere habe ich eben dann entsprechend eher Ängste oder Zweifel, vielleicht auch im Sinne von eigene Kompetenzwahrnehmung.

00:05:38: Ich dachte, oh, schaffe ich das?

00:05:39: Habe ich da genug Wissen?

00:05:40: Hab ich da überhaupt genug Können?

00:05:43: Kann ich die Herausforderungen, die sich mir dagegen überstellen, überhaupt meistern?

00:05:47: Oder bin ich da eher diffizit?

00:05:51: Da sind übrigens die inneren Konflikte, die wir in der letzten Folge hatten gerade sehr schön aufgezählt worden.

00:05:57: Das heißt im Prinzip ... Wenn ich ein gutes Commit mit jemandem habe, dann hab' ich ein gutes Vertrauen.

00:06:04: Dann hab' Ich eine gute Konfliktbasis.

00:06:07: oder kann ich auch gut loslassen weil das Vertrauensverhältnis auch stimmt und ich weiß irgendwie wird es einen Weg und eine Lösung geben?

00:06:16: Ja auf jeden Fall.

00:06:18: also da natürlich ja auch wieder die Frage entwächten in welcher Situation begegnen wir uns.

00:06:24: Es ist eine Situation, wo sich die Führungspersonen mit einer Mitarbeitendenperson zu einem bestimmten Ergebnis oder dem bestimmten Resultat verabredet und dann ist es ja wiederum die Frage wie kompetent ist diese Person im Ausführen dieser Aufgabe?

00:06:44: Also ist es jemand, der viel Erfahrung hat in der Umsetzung unabhängig oder autonom in die Handlung gehen kann, und da braucht diese Person viel Begleitung im Außen.

00:06:57: Es wird häufig gespiegelt in den Coachings oder auch in den Trainings wenn Führungskräfte sagen naja mit jungen Leuten ist es häufig so eine Sache weil einerseits sie haben einen unglaublichen Biss und wollen superviel erreichen aber eigentlich fehlt ihnen ein bisschen das Handwerkszeug durch die eigene Erfahrung wie sie Situationen händeln können.

00:07:17: Und dann braucht es natürlich wiederum eine stärkere Begleitung durch die Führungsperson in dem Fall.

00:07:22: Auf der anderen Seite würde ich aber auch sagen, vielleicht darf man da auch noch mal die Beziehungsebene kontrollieren wenn die Klienten sowas sagen.

00:07:31: weil als Führungsperson kann mir ja auch überlegen wie begleite ich und kann trotzdem ein Commitment?

00:07:40: Also ich brauche nicht immer nur die Erfahrung oder den Erfahrungsschatz.

00:07:44: Dann sind vielleicht die Pakete, die wir packen kleiner und können trotzdem die Verantwortung übertragen, dass die kleinen Schritte gegangen werden, die aber ein großes Wachstum nachher erzielen.

00:07:59: habe ich ein klares Rollenbild und auch eine klare, oder brauche ich ein klares Rollen bild und brauche auch eine Klare Kommunikation.

00:08:06: Was ist denn eigentlich die Zielsetzung dahinter?

00:08:09: Und ja es kostet mich als Führungsperson mehr Zeit heißt aber nicht dass sich nicht trotzdem einen Commitment zu meinen Mitarbeitenden haben darf.

00:08:19: Zu den jungen Mitarbeiterinnen wie du sie gerade beschrieben hast.

00:08:23: Das ist spannend weil das sozusagen so zwei zwei Ebenen des Commitments gibt.

00:08:29: Also einerseits das Commitment zu der Handlung, zur Aufgabe zum operativen Geschäft.

00:08:34: so ich verpflichte mich oder ich bekenne mich zu einer Rolle oder zu einem Aufgabenfeld um es eben auch umzusetzen.

00:08:42: Das ist sozusagen das was dann in Handlung gebracht wird.

00:08:44: aber für die Führungsperson ich committe mich auch Für die Beziehungen.

00:08:48: also ich gehe aktiv in Beziehung.

00:08:50: Ich gehe zwischendurch immer mal wieder in die Abfrage Wie weit bist du?

00:08:55: brauchst du Unterstützung.

00:08:58: Dann fängt es an der Stelle, könnte wieder so ein kleiner Stolperer entstehen im Sinne von ist das vielleicht eine Tendenz zum Micromanagement?

00:09:05: Also was ist unsere Verabredung auch inwiefern?

00:09:09: wie viel Kontrolle und Beziehungsebene braucht es?

00:09:14: In welcher Vertrauensebene stehen wir zueinander?

00:09:16: also wenn wir ne langjährige Beziehungen zueinander haben und uns einfach wirklich gut kennen dann können bestenfalls auch aufeinander verlassen oder vielleicht können wir es nicht auseinander verlassen, aber dann ist das ja auch eine Verlässlichkeit.

00:09:28: Lass

00:09:28: uns noch mal ein Perspektivwechsel machen weil ich glaube wir dürfen uns auch nochmal anschauen wie ist denn das Commitment unserer mitarbeitenden Personen?

00:09:36: der jungen Person die vielleicht noch nicht alles kann aber hat richtig Bock und Motivation und wenn ich von dieser Person einen Commitement bekomme dass sie das machen möchte, machen kann und machen darf.

00:09:51: Es geht ja ganz häufig darum, dass wir von Menschen irgendwas fordern was sie gegebenenfalls nicht können.

00:09:57: Das wäre ja das Beispiel junge Personen nach der Ausbildung oder in der Ausbildung kurz nach dem Studium des Fachwissen ist vielleicht noch nicht da die Handgriffe sitzen noch nicht.

00:10:08: es gibt aber die zweite Ebene.

00:10:10: das dürfen manchmal dürfen Sie auch nicht und können.

00:10:14: Und die dritte Ebene ist natürlich die Motivationsebene des Wollen.

00:10:17: Wollen sie oder wollen Sie nicht?

00:10:20: Diese drei Bestandteile, diese drei Ebenen brauche ich sowohl auf Mitarbeiter-Ebene für ein gutes Commitment als auch auf der Führungsebene, dass ich mich halt verlassen kann.

00:10:31: Weil was bringt es mir wenn ... Ich sage, also ich als Führungsperson habe das können und wollen dürfen aber meine Mitarbeitenden Oder mein Mitarbeiter, meine Mitarbeiterin möchte gar nicht.

00:10:45: Ja?

00:10:45: Du brinst mich so an!

00:10:47: In meinem Kopf ist es gerade so ein bisschen durchgegangen mit mir weil ich dachte naja das ist so wie wenn ich Fußball spielen will und ich stehe im Schwimmbad dann ist es halt ein bisschen schwierig.

00:10:59: Wenn du Wasserball spielt,

00:11:00: muss ich ein Wasserball spielen.

00:11:02: Im Sinne von kann ich auch, im Sinne des richtigen Handlungsfelds was ich betrete... Und bin ich legitimiert als Profifußballer zum Beispiel im Schwimmer?

00:11:15: Da hab' ich letztendlich nichts verloren, wenn ich Fußball spielen will.

00:11:17: Sollte ich brauche ein Handlungsfeld was zu meinen Kompetenzen passt... ...was auch zu meinem fachlichen Feld einfach

00:11:26: passt!

00:11:27: Ja und da würde ich gerne reingehen weil im Endeffekt können wir sagen der Profifussballer oder die Profifuszballerin kann ja mit dem Ball umgehen Da ist ja ein Können.

00:11:36: Und die Frage ist dann, ob wir beide uns darauf einigen... Dass wenn wir im Wasser sind das Kopfbälle entstandert sind wie wir im Prinzip die Aufgabe lösen.

00:11:47: Wow!

00:11:49: Das wäre für mich wieder der kleine Schritt zu überlegen was es denn an Können vorhanden?

00:11:54: Was wir in dem Moment einsetzen können um ans Ziel zu kommen und das bedeutet die Klarheit zu haben für beide Seiten, für beide Rollen mit einem guten Commitment sagen, okay Kopfbälle sind jetzt gerade mal der richtige Weg weil uns das Wasser bis zum Kopf steht.

00:12:12: Ja schön dass man letztendlich auch wiederum die Situation nimmt wie sie ist bei mir vielleicht nicht alle Einflussfaktoren Bestimmen können, also es gibt einfach viele Dinge die ja außerhalb unserer eigenen Macht sozusagen liegen.

00:12:26: Das können Gesetzesänderungen sein das kann ein Transformationsprozess in der Organisation sein.

00:12:32: Das kann einen Führungswechsel in der Vorstandsebene oder einer Geschäftsführungsebene sein.

00:12:37: Ein Ressourcenproblem zu wenig Mitarbeitende und zu viele Aufgaben?

00:12:40: Ja Krankenstände.

00:12:43: Es gibt eine Umverteilung, aus welchem Grund auch immer und ich darf mich dann immer wieder neu erfinden, neu aufstellen.

00:12:50: und dann ist aber die Frage wie erreichen wir das gemeinsame formulierte Ziel?

00:12:56: Genau!

00:12:57: Und deswegen ist das Commitment für mich schon ein großes Führungsinstrument was aber nicht einseitig einzusetzen ist sondern das was ich auch immer mit meinen Mitarbeitenden besprechen definieren korrigieren und entwickeln darf, weil das Können sich entwickelt.

00:13:14: Das wollen sie auch manchmal entwickelt nämlich von ich will und ich will nicht mehr je nachdem wie ich motiviert bin zu welcher Aufgabe es auch kommt und auch wie mein Handlungsraum im Bereich des Dürfens aussieht.

00:13:28: Es beeinflusst sicher alles.

00:13:30: Ja!

00:13:31: Das heißt ich brauche auch eine gewisse Legitimation über meine Rolle die ich einnehme auf Mitarbeiter-Ebene.

00:13:39: Ich habe vielleicht auch bestenfalls über den Arbeitsvertrag ein abgestecktes Feld, in dem ich agiere.

00:13:44: Das ist dann mein Handlungsbereich und das kann ich abgleichen mit meinen Qualifikationen und meinen Kompetenzen.

00:13:49: Im Bewerbungsprozess habe ich genau diesen Abgleich, den ich schaffe, dass was ausgeschrieben ist.

00:13:54: In der Stellenbeschreibung ist es dekungsgleich oder zu einem... größeren Teil Deckungsgleich mit dem, was ich einfach auch an Wissen und Erfahrungen, an Kompetenzen und Qualifikationen mitbringe.

00:14:04: Weil dann bin ich sozusagen erst mal legitimiert über die Kompetenz-Ebene Und Commitment geht aber noch darüber hinaus, dass sich natürlich auch eine Motivation mitbringen um in diesem Feld wirken zu wollen.

00:14:18: Und dann kommt die Entwicklung, die zeitliche Entwicklung und die Prozessentwicklung hin zu.

00:14:22: Wenn wir jetzt wieder bei einem jungen Mitarbeiter oder einer jungen Mitarbeiterin sind, die auch in einer hohen Lernkurve noch unterwegs sind, dann bedarf es gegebenenfalls auch kürzere Abstimmungszyklen umzugucken.

00:14:35: okay wie können denn unsere Commitments miteinander aussehen?

00:14:39: Nämlich die Bekenntnisse dass die Päckchen die ich übergebe immer größer werden das die Verantwortung gegebenen falls zunimmt Also, dass die Leine beim Führen länger wird.

00:14:49: Wie kann ich das gestalten?

00:14:50: Und das kann ich natürlich nicht stillschweigend machen, sondern dafür bedarf es dann immer diese Nachjustierung im Dialog.

00:14:57: Ich glaube, das wird sehr häufig im Stillen getan.

00:15:00: Dass die Führungsperson eine Agenda hat in Sinne von da möchte ich meine Mitarbeitenden hinentwickeln und deswegen mache ich das und das oder vielleicht sogar auch in Absprache mit der Personalabteilung.

00:15:12: aber die betreffende Person ist darüber überhaupt nicht informiert und kriegt überhaupt gar nicht mit, dass das was an Handlungsfeld oder was in die Handlung gebracht wird auch dazu dient immer wieder auch Kompetenzen in einer gewissen Art und Weise unter Beweis zu stellen.

00:15:26: Im Sinne von eine Routine-Fähigkeit einfach abzubilden um ja auch wiederum mehr Verantwortung übernehmen zu können.

00:15:34: und mehr Verantwortung ist ja auch auch wieder herum häufig gekoppelt.

00:15:36: dann eben eine andere Rolle, eine anderen Position in der Organisation.

00:15:41: Vielleicht auch mit einer Spezialisierung in einem bestimmten Bereich.

00:15:45: Vielleicht qualifiziert sich die Person aber auch entsprechend über Soft Skills, die dann vorhanden sind und ausgebildet sind weil die Person merkt okay ich bin auch sehr gut im Zusammenarbeit mit anderen Kollegen-Kolleginnen Und es qualifiziert sich darüber vielleicht auch für eine Führungsrolle.

00:16:02: Das gibt ja verschiedene Pfade, die denn personale Entwicklung nehmen kann.

00:16:06: Ja

00:16:07: und dann wird der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin vergessen im ganzen Dialog.

00:16:11: Und dann wundern wir uns, dass das Wollen sich verändert weil sie vielleicht in die Unterforderung oder in die Überforderung geführt wird und es Commitment nicht da ist also die mitarbeitende Person nicht die Traute hat zu ihrem ihrer Vorgesetzten zu gehen und zu sagen hey So ist das aber nicht, so will ich es nicht.

00:16:34: Da fehlt dann wahrscheinlich auch eine konstruktive Konfliktführung.

00:16:41: Ja und als Instrument was ich ja als Führungsperson habe sind das zum Beispiel ja auch Entwicklungsgespräche dass sich ein Jahresmitarbeitergespräch führe um genau das abzuklopfen.

00:16:52: also dass ich einerseits eine Retrospective anbinde im Sinne von was es im letzten Jahr passiert mit der mitarbeitenden Person Zielsetzung für die nächsten zwölf Monate Abstecke.

00:17:04: Dann haben wir ja wiederum einen Moment geschaffen, wo ich genau diese Transparenz anbinden kann, dass wir beide auf dem gleichen Blatt Papier sind und das, was du gerade beschrieben hast, dann geht das Commitment flöten!

00:17:15: Da war mein Gefühl direkt, das ist halt ein wahnsinniger Frustmoment der da noch entsteht.

00:17:21: Wenn ich das Gefühl habe, ich mache und mache und mach und es passiert aber eigentlich gar nichts... Ich krieg aber gar nicht mit!

00:17:27: Das längst was passiert und dass es vielleicht auch wahrgenommen würde im Außen.

00:17:30: Das ist dann wirklich der schlechteste Fall.

00:17:33: Dass man sich das eben nicht gegenseitig dann auch spiegelt, dass es die Wahrnehmungsebene gibt?

00:17:38: Ja und ich glaube, ich würde noch einen Schritt weitergehen.

00:17:41: Es ist nicht nur... Das Jahresgespräch oder das eine Entwicklungsgespräche.

00:17:45: Weil gerade wenn wir mit jungen Leuten zusammenarbeiten, die noch ne hohe Lernkurve haben oder auch mit Menschen, die einen neuen Aufgabenbereich übernehmen und ne hoher Lerncurve haben dann dürfen die Gespräche zeitnah stattfinden, regelmäßiger stattfinden und gegebenenfalls sind sie am Anfang in minimalem Abständen vielleicht im sechs-Wochentakt, vielleicht im achtwochentagt.

00:18:09: Irgendwann wird das Zeitfenster halt größer und irgendwann reicht es gegebenenfalls auch wieder aus, diese Gespräche im Jahresrhythmus zu führen.

00:18:17: Aber ich möchte ja im Prinzip erzeugen dass das Commitment gefördert wird.

00:18:23: Dass ich sehe.

00:18:24: hey!

00:18:25: Ich sehe dass du kannst, dass du willst und dass du darfst Und wir können in einem angemessenen Tempo den Raum immer wieder anpassen.

00:18:33: Das ist halt die Motivation noch bestehen bleibt

00:18:37: Zumindest wenn es in der Organisation dafür natürlich auch die Möglichkeiten gibt.

00:18:40: Klar,

00:18:40: das ist das Idealbild was wir hier gerade besprechen und trotzdem ist Commitment ja doch ein Thema... Ich habe oft das Gefühl dass es fehlt, dass es nicht so stark ist.

00:18:54: Wir glauben wir haben einen Commitement und dann aber die Ergebnisse nachher doch zeigen, jeder zieht an seinem eigenen Strang.

00:19:03: Es gibt kein... Nicht das eine Resultat was dabei rauskommen soll.

00:19:08: Die Ellbogen Gesellschaft wird dann doch größer.

00:19:10: die Abteilungen gehen in ihre Silos zurück und jede Führungsperson hält auf seinen Team die schützende Hand aber nicht über die Aufgabe.

00:19:23: Das ist für mich schon so ne Beobachtung im meinem Arbeitsalltag wo ich mir mehr wünschen würde oder öfter wünscht, das Commitment mehr zählt.

00:19:34: Ja und auch breiter gefasst wird als die eigene Abteilung, dass man da einfach weiß okay wir sind alle Teil einer Organisation eines Systems und wir wollen ja alle... dass es weitergeht.

00:19:48: Ja,

00:19:48: und ich würde sogar die These aufmachen das ist gerade in dem komplexen Umfeld was wir gerade haben.

00:19:54: Wir wissen nicht was morgen ist wie es noch funktioniert.

00:19:58: Märkte die immer schnelllebiger werden Krisen die immer wieder dazukommen ja Ungewissheit unterm Strich würde Ich würde es als Ungewissheit unterm Strich benennen.

00:20:10: Das ist genau da, dass Commitment braucht und ich glaube das macht auch was mit unserer Resilienz.

00:20:14: Das wird Stress wegpuffern, das wird helfen, dass wir solide durch den Arbeitsalltag kommen und nicht mehr abends fertig auf dem Sofa liegen und nicht wissen wo uns der Kopf steht.

00:20:25: Ja.

00:20:27: Ich glaube das ist so.

00:20:29: noch eine weitere Ebene die das ein bisschen auch vittoppediert.

00:20:32: Die Zeit in der wir gerade leben Stichwort Multikrisen dass das auch was ist, was mit uns macht individuell.

00:20:40: Dass wir da durch einen Stress empfinden, was beispielsweise in den USA passiert oder was überall auf... Oder was generell global passiert verschiedene Krisen, verschiedene Spannungsfelder wo wir einfach nicht wissen wie geht es weiter und es liegt ja auch nicht in unserem in unserer Macht.

00:21:01: So, wir können das ja gar nicht steuern und gleichzeitig beschäftigt es uns aber individuell.

00:21:06: Und diese Ebene, dass sich darüber auch ein gewisser Stress abbildet, kann sich dann trotzdem wieder im alltäglichen Arbeiten abbilden.

00:21:17: Das heißt wenn ich ein hohes Stress empfinde habe aufgrund der globalen Grundsituation bin ich zweifel auch in meiner Motivation gehemmt weil ich eigentlich Ängste habe, weil ich Unsicherheitsempfinden habe.

00:21:31: Ja, nicht weiß wie geht's für mich weiter.

00:21:34: Wie geht es für die Organisation weiter?

00:21:36: Bin ich in einem gesicherten Job?

00:21:37: also auch noch mal Stichwort KI?

00:21:39: Es setzt die KI irgendwann meinen Job oder nicht?

00:21:41: das sind ja alles Fragen die legitim sind und die aber auch gleichzeitig nur gelöst werden können wenn wir darüber im Dialog bleiben.

00:21:50: Und wie cool ist dann Commitment bitte!

00:21:53: Wie cool ist die Bekenntnis von einem Unternehmen für den Mitarbeiter oder der Mitarbeiter auch an das Unternehmen?

00:21:58: Ja, also wir können ja auch Richtung Fachkräftemangel wo es jetzt einen Arbeitnehmermarkt in vielen Branchen gibt denken.

00:22:05: Wie cool is's wenn ich wirklich ein gescheites Commitment habe mit einer Selbstverpflichtung und Selbstverflichtung meine ich gar nicht als Verpflichtung vom Außen sondern durch eine Selbstmotivation die mich da reinbringt.

00:22:16: wie cool kann es sein?

00:22:18: Wie viel Sicherheit kann das in Systeme bringen?

00:22:23: Das, was ich immer beobachte auch in Einzelcoachings ist, dass viele Menschen überhaupt gar nicht so ein richtiges Kompetenzbewusstsein haben.

00:22:32: Sie wissen zwar ... Ich hab einen bestimmten Berufsweg eingeschlagen.

00:22:36: Ich habe eine Ausbildung abgeschlossen im Studium und dann hab' ich vielleicht noch mal ne Weiterbildung gemacht oder oder oder.

00:22:41: das heißt wir haben Zertifikat nach Zertifikat nach Zerdifikat und können es irgendwo Abbilden und sagen, ja diese Institution habe ich besucht.

00:22:49: Und hab mir das und das Wissen angeeignet.

00:22:51: Ich hab in den und den Feldern gewürgt und das auch angewendet aber dass dann wirklich darüber eine echte Kompetenz Wahrnehmung entsteht.

00:23:02: Das zieht sich durch bis zu obersten Führungs- Etagen.

00:23:08: ihrer Kompetenzen in dem Sinne bewusst sind, dass sie da eine echte Souveränität miterleben und sagen so ich habe da eine Kompetenz mit der ich einfach auch Probleme lösen kann.

00:23:18: Und das ist das Commitment zu sich selbst?

00:23:20: Zu sich selbst um den eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu sagen hey ich kann es und ich kriege das auch adaptiv umgesetzt und ich probiere es einfach mal aus!

00:23:29: Ja

00:23:31: Und das liegt dann ja wieder in der Verantwortungsebene des Individuums.

00:23:34: Weil wir natürlich jetzt auch hier immer wieder schauen zwischen unterschiedlichen Ebenen, was ist die Position der Mitarbeitendenperson?

00:23:42: Was ist die Position der Führung?

00:23:45: Da kommt man ja schnell auf so eine Idee von wegen ... Na ja, die Verantwortung ist ja im Zweifel nicht bei mir diesmal mit der Fährungsperson oder umgekehrt, dass die Führungsperson sagt naja ich habe doch jetzt die Aufgabe und die Verantwortung delegiert also liegt ja die Handlungsebene jetzt im Gegenüber.

00:23:58: Das hat er jetzt nicht mit mir zu tun.

00:24:00: und wenn alle aber so gefühlt, die Hände hochhalten und sagen ne es ist ja nicht mein Bereich.

00:24:06: Kommen wir mit gleich null?

00:24:07: Kommt mit gleich Null exakt.

00:24:10: Ja spannendes Thema.

00:24:11: auch hier könnte man jetzt wahrscheinlich noch tiefer eintauchen und wir werden das sicherlich in irgendeiner anderen Folge auch nochmal aufgreifen.

00:24:18: diesen Ball wird aber trotzdem gerne jetzt zum Ende kommen und nochmal kurz festhalten also die Kernfaktoren oder die Kernthemen hinter unserem Commitment sind.

00:24:31: Magst du anfangen?

00:24:32: Ja,

00:24:33: für mich ist es tatsächlich dieses Bekenntnis ... was im Commitment ist für eine Aufgabe oder für ein Ziel, das erreicht werden soll.

00:24:42: Dass ich da eine Kompetenzwahrnehmung für brauche oder zumindest eine Motivation mir eine Kompatenz anzueignen auch wenn mir Fähigkeiten oder Fertigkeiten noch fehlen aber mich diese Idee dass in einem Kontext eine Rolle spiele und an einer ja angebunden bin an einen Handlungsfeld sagen so oh da habe ich Lust drauf dass das einfach schon die Grundlage ist um einen Bekenntnis auszusprechen und sagen, ja da bin ich dabei.

00:25:08: Ja!

00:25:08: Und das ist für mich die Verbindlichkeit, die im Commitment steckt... ...und die Klarheit.

00:25:13: Die Klarheit wo wollen wir eigentlich hin?

00:25:15: Wo will ich hin wenn man das Commitement jetzt mal auf sich selbst und nicht mehr in eine Organisation denkt.

00:25:22: Ohne Zweifel.

00:25:24: Es gibt die stillen Zweifler nicht, die habe ich ausgesprochen oder beklärt.

00:25:30: Beziehungsweise vielleicht wenn die Zweifler kommen dass ich aber auch wiederum gewappnet bin, dass ich Zweifler annehmen kann ohne dass sie mich torpedieren und mich handlungsunfähig machen.

00:25:45: Ja die dritte Botschaft die wir drin haben ist das wollen können dürfen und zwar nicht nur bei der Person wenn wir wieder Mitarbeiter- und Führungspersonen haben bei einer Person sondern auf beiden Seiten.

00:25:57: Ich glaube es ist mal wieder einfach auch so ein Thema was eigenen Kosmos öffnet und wo es gar nicht so klar ist, wo fängt das an?

00:26:07: Wo hört es aus?

00:26:08: Sondern es gibt immer wieder Schnittmengen zu anderen Themen.

00:26:11: Wir haben vorhin auch gesprochen, bevor wir jetzt die Aufnahmentaste gedrückt haben was uns... Was die nächste Folge auch sein wird da kann ich ja schon mal ein bisschen hinlenken.

00:26:20: Wir werden uns über das Thema Motivation in der nächsten Folge austauschen Und auch das ist sehr stark gekoppelt mit dem Commitement.

00:26:27: Ja!

00:26:27: Ein großer Bestandteil

00:26:28: von

00:26:29: Selbstverpflichtung Cool, Oli.

00:26:32: Dann haben wir es schon wieder für heute.

00:26:34: Krass wie die Zeit vorfliegt!

00:26:36: Total.

00:26:37: Sehr spannend.

00:26:37: ich könnte das noch gefühlt drei Stunden weiter reden.

00:26:39: Vielleicht machen wir das auch.

00:26:41: Aber für die, die uns gerade nicht sehen unser Licht ist ausgegangen und wir sitzen grad im Dunkeln.

00:26:46: Wir haben ein Signal bekommen.

00:26:48: Reicht jetzt?

00:26:49: Also wir haben keine Zeitstoppuhr aber... Das Licht hat einen Bewegungsmelder und wir waren wohl etwas zu starr.

00:26:57: Okay Oli, schön war's mit dir Ich freu mich auf die nächste Folge.

00:27:01: Ja, ich mich auch!

00:27:02: Zum Thema Motivation dann und ich würde sagen lass es dir gut gehen und ich hoffe dass ich deinen Commitment habe meinst du?

00:27:09: Yes!

00:27:09: Auf jeden Fall!

00:27:10: So was von

00:27:11: mir!

00:27:12: Okay bis bald!

00:27:13: Bis bald zusammen!

00:27:14: Ciao!