„Ich hab’s doch gesagt!“ – warum Kommunikation trotzdem scheitert
Shownotes
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00:00:06: Einfach nur sagen, was ich denke.
00:00:08: Das ist doch Kommunikation und dabei ist es ja doch sehr viel mehr ...
00:00:11: An welcher Stelle komme ich eigentlich dazu?
00:00:13: Dass ich überhaupt mal bewusst über meine Kommunikationsnachdenker.
00:00:17: Es ist meine
00:00:17: Aufgabe!
00:00:18: Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und sagen das ist meine Verantwortung.
00:00:21: Das gehört einfach zum Menschsein dazu, dass wir einfach missverständlich kommunizieren.
00:00:25: Was möchte ich ausdrücken?
00:00:26: Und wie bringe ich's raus?
00:00:35: Hallo Uli, herzlich willkommen zu unserer zweiten Folge von unserem Podcast.
00:00:41: Hallo, Petra.
00:00:42: Ich freue mich.
00:00:43: Zweite Folge
00:00:45: zum Thema.
00:00:46: ich habe es doch gesagt warum Kommunikation trotzdem scheitert oder scheitern kann.
00:00:50: vielleicht
00:00:52: Spannendes thema.
00:00:53: ja
00:00:54: Stell dir vor Du bist mit deinem team mit deiner familie oder freunden unterwegs und ihr hattet irgendeinen Konsens Und das ist nicht so gekommen wie besprochen.
00:01:08: dann kommt der Satz ich hab's doch gesagt Was würdest du das nächste Mal anders machen, wenn du mit dieser Person ein Gruppe unterwegs bist?
00:01:18: Okay.
00:01:19: Ich glaube... ich würde also worum es mir eigentlich immer geht ist Dialog und ich würde tatsächlich eine Frage stellen.
00:01:27: Ich würde fragen, Woran lagst
00:01:29: dass
00:01:30: wir nicht zu dem Ergebnis gekommen sind?
00:01:32: weil ihr ja mit einer Frage baue ich wieder ne Brücke um ins Verständnis zu kommen Und ich habe eine Assoziation und wenn das Ergebnis nicht das geworden ist, was ich mir vorgestellt habe.
00:01:47: Dann kann ich natürlich interpretieren und sagen da wollte mir jemand bewusst schaden oder es gab halt einen anderen Grund dafür.
00:01:55: Wenn ich mich davon befreie sozusagen von meinem eigenen Urteil darüber und meine eigene Erzählung indem ich wirklich nachfrage dann hab' ich die Möglichkeit um es wirklich rauszufinden und es eben nicht nur in meinem Kopf zu beantworten.
00:02:10: Ja jetzt ist spannend weil wenn ich so in dem Seminar noch Coachings unterwegs bin oder man sich auch im privaten Mal drüber unterhält, dann ist Kommunikation für viele einfach nur sprechen.
00:02:22: Einfach nur sagen was ich denke das ist doch Kommunikations.
00:02:26: und dabei ist es ja doch sehr viel mehr dass mehr an Körpersprache, an Mimic, an G-Stick, an Tonfall Geschwindigkeit wie Spreche?
00:02:35: An Wortwahl?
00:02:36: Habt ihr noch etwas vergessen?
00:02:39: Ja auch generell Ausdruck, also die Art wie ich mich kleide.
00:02:42: Vielleicht auch welchen Wohnort ich wähle?
00:02:44: Damit drücke ja vielleicht auch was aus ob ich irgendwie im ländlichen Leber oder in der Großstadt da kann ich ja auch tatsächlich eine Kommunikation mit senden beziehungsweise mich auf einer Kultur vielleicht auch eine Subkultur zugehörig fühlen und das darüber auch in den Ausdrucks bringen.
00:02:59: Das ist ein krasser Gedanke!
00:03:00: Da habe ich noch nie so drüber nachgedacht.
00:03:01: aber dass wenn ich jetzt sage okay ich gehe ins ländliche, dass sich damit etwas Ausdrücke
00:03:08: Und es wird vor allen Dingen dann, finde ich richtig spannend.
00:03:10: Wenn man die Bewusstheit dann auch nochmal auf die Kommunikation lenkt, dass ich durchaus sehr viele Möglichkeiten habe, Kommunikationszusteuern in dem ich mir einfach Dinge bewusst werde und sie dann eben auch aktiv forciere oder auch aktiv weglasse.
00:03:27: Da hab' ich eine ganz große Gestaltungsebene drin.
00:03:30: Ich bin in der Mediation ausgebildet.
00:03:32: deswegen muss ich bei kommunikation häufig auch ein Konflikt denken einerseits ein Konflikt verstärker sein kann, aber natürlich auch einen Konflikblöser.
00:03:43: Dass ich da einfach auch Sprache nutzen kann eben entsprechend die Wortwahl, die ich nutze oder auch die Art wie ich auch non-verbal kommuniziere – auch in Augenrollen oder ja einfach weggucken bei Situationen wo ich eigentlich eine Aufmerksamkeit bräuchte.
00:04:01: Da kann ich auch Signale senden!
00:04:03: Ja und wenn ich das jetzt mal so in die Praxis rüberziehe... Ich kenne das noch ziemlich gut, dass man den großen Runden spricht und irgendjemand der zuhört oder die zuhörte.
00:04:13: Währenddessen die Augen rollt, Handy nimmt und durchs Handy scrollt haben auch viele unserer Hörer wahrscheinlich schon erlebt, dass nicht die volle Aufmerksamkeit bei mir ist oder dass halt unbewusst oder bewusst.
00:04:25: Das können wir ja auch nochmal in Frage stellen.
00:04:28: wirklich die Augen gerollt werden.
00:04:29: Ja!
00:04:30: Der Spanne ist ja auch bei den Worten, die ich wähle... die ja letztendlich auch in einer gewissen Art und Weise geprägt wurden, also dass ich ja in meiner Lebensgeschichte erst mal überhaupt sprechen gelernt habe oder generell mich auszudrücken gelernt habe.
00:04:46: Als Kind bin eine bestimmte Kulturkreis groß geworden, hatte einen bestimmten Einfluss über meinen Elternhaus, über meine sozialen Strukturen Schule Ausbildung Studium und dann später auch im beruflichen.
00:05:04: Da habe ich ja verschiedene Einflussfaktoren, die auch auf meine Kommunikation wiederum Einfluchs nehmen.
00:05:13: Und das ist häufig gar nicht so bewusst, dass sich dadurch geprägt bin und das setze ich sozusagen als ein normalen Standard voraus.
00:05:23: Das darf erst mal überhaupt einen bewussten Gedanken bekommen, dass ich ja die Möglichkeit habe mich daraus in irgendeine andere Richtung zu entwickeln.
00:05:31: Vielleicht das nochmal kurz vorab gesagt... Die Neurowissenschaft sagt, dass ninety bis acht Prozent gar nicht bewusst sind.
00:05:38: Sondern unbewusst sind.
00:05:40: und wenn man jetzt überlegt, man formt einen Satz wie viel Bewusstsein ist dann in dem Satz?
00:05:46: In der Realität weiß ich natürlich was sich ausdrücken will aber viele Sachen passieren halt einfach oder werden einfach mal schnell ausgesprochen ohne bewusst drüber nachzudenken weil das bewusste sprechen halt sehr viel langsamer gehen würde als das unbewusste Sprechen.
00:06:02: ja
00:06:03: Ich glaube, es würden sehr viele Denkpausen entstehen wenn man hier über jeden Satz, den man spricht immer wieder neu nachdenken würde.
00:06:10: Und ich glaube das ist so auch der entscheidende Unterschied dass wir im Alltag natürlich diesen Moment des drüber Nachdenkens und Reflektierens das der ja nicht so stark im Vordergrund steht weil wir mit irgendwas beschäftigt sind und da ja auch in bestimmten Abläufen sind ob das im Arbeitskontext ist da habe ich Telefonate oder ich schreibe Emails.
00:06:31: Ich bin in einem gewissen Fluss drin, der mir eine gewisse Vorgabe gibt oder wo ich einfach meinen eigenen Stil auch reinbringe.
00:06:41: Die Frage ist ja dann an welcher Stelle komme ich eigentlich dazu dass ich überhaupt mal bewusst über meine Kommunikation nachdenke?
00:06:48: Ja und da finde ich eignen sich E-Mails ziemlich gut.
00:06:51: also als ich angefangen habe zu überlegen wie ich meine Füllwörter aussetzen rauskriege hab ich angefange sehr viel mehr ... in meinen E-Mails mal zu schauen, wo ist denn eigentlich?
00:07:01: Wo ist denn vielleicht... ...wo ist auch ein Musterin was ich gar nicht so meine.
00:07:06: Sondern als Hilfsverb einfach einsetze.
00:07:08: Ja alles was es auch verwässert ne!
00:07:10: Was Kommunikation einfach nicht klar setzt sondern ich habe immer so eine gewisse Ausweichmöglichkeit.
00:07:17: Bei mir sind's immer meine berühmten Tippfehler gerade wenn ich mit dem Handy schreibe und den Chatnachrichten... Mein C wird häufig zu einem X, weil sie nebeneinander stehen in der Tastatur.
00:07:31: Wenn ich nachher mal meine Nachrichten angucke dann sehe ich immer sehr viel Xe wenn ich ein CH schreibe und dann gibt es ja zum Glück in den Chatfunktionen auch die Option des Bearbeitens.
00:07:43: aber die, die mich gut kennen und die mit mir befreundet sind, sehen da schon liebevoll darüber hinweg und meint so das ist irgendwie auch dein Stil dass du im Zweifel schneller unterwegs bist ... nicht jedes einzelne Wort... ... taggenau untersuchst und bist du es irgendwie abschickst.
00:08:01: Ja, das kenne ich sehr gut!
00:08:02: Meine SMS nennt manchmal sehr skriptisch weil einfach die Autokorrektur,... ...die ich sehr gerne nutze ein falsches Wort reinsetzt oder mein Wort zu korrigiert, dass es aus dem Kontext gerissen ist.
00:08:12: Welche Möglichkeiten siehst Du um in der Kommunikation bewusster zu werden?
00:08:18: Ich glaube, das liegt schon tatsächlich in der Fragestellung drin.
00:08:21: Wie werde ich überhaupt bewusste?
00:08:24: Das ist glaube ich schon einfach der erste Schritt, dass ich mir erst mal überlegen darf.
00:08:31: Wie kann ich da überhaupt eine Beobachtungsebene etablieren?
00:08:35: Dass ich mir beim Sprechen zuhöre oder vielleicht sogar im Vorfeld beim Denken zuhöhe und mir auch darüber Gedanken mache was für eine Wirkung möchte ich erzielen?
00:08:46: bei Kommunikation ist ja keiner Einwahnstraße.
00:08:50: Ich habe ja einen Element Also ich hab ja quasi einen Sender-Element und ein Empfängerelement.
00:08:57: Kommunikation findet ja zwischen mindestens zwei Personen in der Regel statt, wenn ich jetzt nur mit mir selber ... Ich kann natürlich auch im inneren Monolog sein oder im Inneren Zwiegespräch vielleicht sogar auch.
00:09:12: Aber sobald ich mit Kommunikations nach außen gehe und eine Botschaft senden möchte, sicherstellen, dass das was ich sage oder das was mich ausdrücken möchte viel mehr ja auch richtig ankommt und eben nicht anders interpretiert wird.
00:09:29: Und da darf ich natürlich dann wiederum schauen welcher Resonanz bekomme ich darauf?
00:09:35: Also im Sinne von wenn ich etwas ausdrücke und jemand sitzt mir gegenüber und ist mit den Gedanken ganz woanders guckt aufs Handy guckt weg es sichtbar abgelenkt Dann darf ich Natürlich Auf der einen Seite Schauen oder mir vielleicht eine Frage stellen, was in der anderen Person gerade vor sich geht.
00:09:54: Aber auch die Fragestellung mir selber ist das, was ich sage, hat es eine Relevanz?
00:10:00: Oder kann ich mein Thema klar platzieren?
00:10:06: Oder wird es gerade beliebig?
00:10:08: und das ist schon der Grundpunkt, wo ich mir überhaupt überlegen darf ... Was möchte ich ausdrücken?
00:10:15: Und wie bringe ich's
00:10:16: raus?
00:10:16: Da ist der erste!
00:10:18: Tipp oder die erste Instanz.
00:10:20: Sich vorher erst mal bewusst zu machen, was möchte ich kommunizieren?
00:10:23: Was möchte ich ausdrücken?
00:10:24: Was will ich, was bei meinem Gegenüber ankommt?
00:10:27: und ich glaube das wäre schon der erste Schritt zur Bewusstheit in der Kommunikation sich vorher diese Gedanken zu machen.
00:10:35: Und was wäre dann der zweite Schritt wenn ich es genau weiß?
00:10:37: also ich weiß ja zu meinen Wegen.
00:10:39: Ich möchte dir sagen dass heute die Sonne scheint.
00:10:42: Welchen Tipp würdest du mir mit auf den Weg geben, damit ich dann auch noch den Satz richtig formuliere?
00:10:46: Ja das ist ein schönes Beispiel mit der Sonne.
00:10:49: Weil das ist erstmal eine Aussage die so für sich stehen könnte.
00:10:55: und gleichzeitig hat ein Kommunikationswissenschaftler namens Friedemann Schulz von Thun einen Modell ja wissenschaftlich ergründet oder auch hervorgebracht was vier Seiten einer Botschaft, das sogenannte Vier-Orn-Modell oder auch Kommunikationsquadrat genannt.
00:11:17: Dass ich eine Botschaft in vier Ebenen transportieren kann und ich kann sie aber auf der anderen Seite als Empfänger in vier ebenden dekodieren oder verstehen.
00:11:28: Das heißt wenn du sagst die Sonne scheint, kann ich das auf vier Ebene wahrnehmen?
00:11:33: Ich kann es auf der Sacheebene wahr nehmen und sage ja, ich gucke aus dem Fenster sagt stimmt!
00:11:37: Die Sonne dann wäre sozusagen die Sachbotschaft, die meinen Sachohr trifft und wo ich einfach für mich gesagt habe, ja okay kann ich einen Haken dran machen.
00:11:47: Kann ich eine Bestätigung senden?
00:11:48: Die Sonne scheint!
00:11:50: Ich kann sie aber auch auf drei anderen Ebenen wahrnehmen.
00:11:54: Nämlich auf einer Appellebene, dass du vielleicht sagst die Sonne scheint und ich sehe anscheinend ist sie geblendet von der Sonne.
00:12:03: Ich sitze näher am Vorhang also ziehe ich mal den Vorhang zu und springe von meinem Stuhl auf und zieh einfach den Vorrang zu obwohl du das gar nicht gesagt hast.
00:12:10: Du hast gesagt die Sonnen scheint
00:12:12: Und da ist uns spannend das Beispiel wenn bei Uli das als Appell ankommt Ist das ja ihr Ohr?
00:12:19: Damit ist mein Schnabel, der hat es noch gar nicht ausgesprochen oder gegebenenfalls nicht.
00:12:24: Also alleine diese Ebene zeigt schon wie Komplex Kommunikation ist.
00:12:28: Dass es eben nicht nur darum geht was ich sage sondern was auf der anderen Seite auch verstanden wird und Ich kann mir natürlich im Vorfeld sehr viele Gedanken machen.
00:12:36: vielleicht auch nochmal zu deiner Frage von vorhin zurückzukommen Wie kann ich bewusst kommunizieren?
00:12:41: Das liegt nicht immer nur in meiner Macht dass ich etwas ausdrücke wo ich denke Das jetzt sollte klar ausgesprochen sein, oder das müsste auch verständlich sein.
00:12:50: Sondern es liegt natürlich in der Ebene wie interpretiert mein Gegenüber diese Nachricht und wie versteht mein Gegen über die Nachricht?
00:12:58: Und das kann ich ja nur über einen kontinuierlichen Austausch schaffen, dass sich einfach Verständnis grundsätzlich immer wieder eine Abfrage bringen.
00:13:09: Ich habe in meinen letzten Workshops ... ging es auch um das Thema Kommunikation und da habe ich die These aufgestellt, dass wir vom Potenzial her eher in einem Missverständnis enden als in einem gemeinsamen Verständnis.
00:13:24: Weil es sozusagen eben diese unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten gibt und wir nicht klar sagen können wenn ich etwas so und so formuliere, dass mein Gegenüber das auch eine bestimmte Art und Weise, die ich denke, auch interpretiert.
00:13:39: Ja, weil eigentlich wollte ich dir gerade sagen mir ist ganz schön warm.
00:13:42: Ja!
00:13:44: Vielleicht ein Ohr wäre das?
00:13:46: Das ist dann die Selbstkundgabe.
00:13:48: Die
00:13:48: Selbstkuntgabe, die Selbstoffenwahlung.
00:13:51: Aber das Beziehungsohren war auch noch...
00:13:52: Ja, das Beziehungsohr wäre dann quasi wenn ich immer diejenige bin, die vergisst den... ...das
00:14:01: Fenster
00:14:01: zu öffnen und das wäre sozusagen dann auch wiederum gekoppelt an die Appellebene.
00:14:07: aber dann ist es sozusagen dann gleichzeitig in der halb der Beziehung die Dynamik?
00:14:13: Ja, ich glaube dann hätten wir einen kleinen Konflikt wie du vorhin schon mal sagst.
00:14:16: Dann entstehen die Konflikte wenn Ein Schnabel sozusagen sage, meinetwegen mit dem Beziehungsschnabel und Oli hört es aber nur auf dem Appellohr.
00:14:27: Was ich gerne mit Teilnehmenden im Workshop oder auch in Kursen mache, stellt euch doch mal vor!
00:14:32: Ich schicke euch mit fünfzig Euro in die Stadt das ihr mir einen grünen Pullover kauft.
00:14:36: Wir können's jetzt leider hier nicht auflösen, aber vielleicht habt ihr Lust, dass man die Kommentare zu schreiben wie der grüne Pullover aussieht den ihr mir kaufen würdet?
00:14:44: Und ich bitte Uli jetzt mal keine Antwort darauf zu geben, weil sonst habt ihr ja schon im Bild vor Augen.
00:14:50: Der Grüne Polova kann auf jeden Fall viele verschiedene Formen, Größenfarben, Materialien und so weiter haben.
00:14:58: Ihr könnt es gerne in meinem Freundeskreis sonst auch ausprobieren.
00:15:02: Macht Spaß rauszukriegen was dir für grüne Polova bekommt!
00:15:08: Das finde ich auch für mich... Als du das erste Mal mit mir gemacht hast, fand ich das eine sehr spannende Frage.
00:15:13: Weil ich hatte natürlich sofort ein Bild für mich im Kopf!
00:15:17: Ich hatte schon innerlich losgegangen und hatte einfach einen ganz klaren Fahrplan weil ich ja auch so ein bisschen deinen Stil kenne und dich gut kenne.
00:15:26: Und weiß aber natürlich auch was du magst oder interpretiere ist sagen wir es mal lieber so Und hab dann aber natürlich meinen eigenen Film.
00:15:36: Das ist ja genau das, was passiert, dass wir nämlich in unserer eigenen Gedankenwelt unterwegs sind und eher Dinge assoziieren und ableiten von dem, was wir denken, was korrekt und richtig ist anstatt, dass wird es nochmal eine Abfrage geben.
00:15:52: Und das ist sozusagen jetzt schon der zweite Tool... tatsächlich dann eben in Beziehung zu gehen und dann wirklich auch in die Abfrage, und in das Fragen-Fragestellungen.
00:16:05: So, wer jetzt nicht gespoilert werden will?
00:16:07: Wer jetzt nicht wissen will was Uli will für den grünen Polova
00:16:10: kaufen
00:16:10: weil er erst mal überlegen möchte der sollte vielleicht jetzt erstmal kurz über sich innehalten und das Aufhäng aufschreiben Weil ich frag Uli jetzt wie sieht denn der Grüne Polova aus um in das Tool zu kommen was Ulli gerade genannt hat
00:16:26: Den Pudi, den ich hier kaufen würde.
00:16:28: Das wäre so ein Maigrühner Hoodie.
00:16:33: Krass!
00:16:33: Mein Grün habe ich tatsächlich noch nicht im Kleiderschrank.
00:16:36: So
00:16:37: ein richtig knalliges Frühlingsgrün.
00:16:41: Und jetzt habt ihr ja schon mal ein Bild von dem Hoodie und dem Pullover.
00:16:46: Ihr seht schon... Ich hätte mit dem maigrühen Pullover nicht gerechnet.
00:16:50: Heißt also wenn ich Uli losgeschickt hätte und sie wäre da mitgekommen.
00:16:54: Ich glaube, es hätte bei mir eine ganz große Enttäuschung gelassen.
00:16:58: Kenne ich dein Geschmack erscheint doch
00:17:00: nicht so gut!
00:17:01: Udi ist gut aber Mai Grün?
00:17:02: Ich weiß noch nicht.
00:17:04: Lass uns Mai-Grün nochmal definieren auf der Farbkarte.
00:17:06: Okay
00:17:07: ja stimmt.
00:17:08: also zweites Tool definiert versucht rauszukriegen wenn ihr über einen Pullover redet Was ist der Pullover?
00:17:15: Und vielleicht hier, damit es ein bisschen leichter wird für unsere Menschen dieses Aufs Business übertragen wollen.
00:17:20: Auch nochmal die Überlegung.
00:17:23: Es geht beim Definieren auch um Aufgaben.
00:17:26: Das ist manchmal leicht zu sagen mach mal eine Echsel.
00:17:29: Aber die Frage ist ja wie soll die Echsen aussehen?
00:17:31: Was soll in der Echsel drin sein?
00:17:33: Was ist die Zielsetzung?
00:17:34: und auch wenn ich das rausgegeben habe, heißt es noch nicht dass meine Mitarbeitenden, meine Kollegen, Kolleginnen genau verstanden haben was die Zielsetzung ist.
00:17:43: Die also zuieren wie Uli von so schön auch schon formuliert hat sondern holt euch sozusagen nochmal das Verständnis ab.
00:17:51: lasst es euch noch mal erklären was sie verstanden Haben ähnlich wie wir es gerade mit dem Beispiel mit dem grünen Polover gemacht haben.
00:17:57: jetzt weiß ich mein Grüner Hudi
00:17:59: Ja Und das Schöne ist je mehr man investiert an Zeit in die Klärung von vielleicht auch Erwartungshaltungen, die man hat.
00:18:09: Also Aufgabenstellungen sind dann ja wahrscheinlich auch gekoppelt mit einer bestimmten Zielsetzung wo ich ja dann auch eine Erwartung habe, in welchem Maß das dann auch erfüllt sein darf.
00:18:19: Wenn ich das im Vorfeld gut abstecke und einfach auch sicherstelle dass mein Gegenüber auf dem gleichen Blatt Papier unterwegs ist wie ich Dann kann ich auch mit erhöheren Wahrscheinlichkeit zum Schluss an einem Zeitpunkt Y einfach auch einen Ergebnis bekommen, mit dem ich zufrieden bin.
00:18:36: Also jetzt aus der Führungsposition besprochen das ist eben genau das wenn ich Mitarbeitende los schicke eine Aufgabe zu erledigen dass sich natürlich danach her eben entsprechend um deinem Bild zu bleiben eben kein quitschgrünen Hoodie bekomme sondern vielleicht ein schöner Tannengrüne Strickpolier.
00:18:54: Wenn es jetzt eine Arbeitsaufgabe gewesen wäre so ne?
00:18:57: Das heißt da liegt auf die Verantwortung eben nicht ... im Gegenüber
00:19:03: mich zu interpretieren?
00:19:04: Ja, auch so meine Wünsche mir von meinen Lippen abzulesen oder quasi hinter meiner Stirn zu gucken.
00:19:11: Das kann einfach niemand!
00:19:12: Ich habe eine eigene Erlebenswelt in mir drin und die kann ich nur... Oder ich kann nur sicherstellen indem ich das einfach auch offenbarere mit meinem Gegenüber was ich genau will.
00:19:22: Und wenn ich es nicht genau weiß dann kann ich da drüber ja auch kommunizieren.
00:19:27: Kann sagen, ich weiß es noch nicht genau, mach mir mal einen Vorschlag zum Beispiel
00:19:30: Ja oder ich gehe erst mal nochmal einen Schritt zurück und überleg mir erstmal, was ich gerne hätte.
00:19:35: Und das bringt mich noch zu einem anderen Gedanken.
00:19:37: Du hast gerade so schön gesagt, naja, es ist meine Aufgabe!
00:19:40: Ich würde sogar noch ein Schritt weitergehen und würd sagen, dass es meine Verantwortung für mich erstmal klarzukriegen, was möchte ich sagen um der anderen Person überhaupt erstmal die Möglichkeit zu geben auf den Zug aufzuspringen?
00:19:52: Und dann kommt die Fremdverantwortung bei dem Empfänger auch zu sagen okay ich möchte auch verstehen was mein Sender mir für eine Botschaft sendet.
00:20:01: Also es sind dann auch noch mal so einen Verantwortungswechsel, der im Prinzip stattfindet?
00:20:06: Ja das finde ich ein schönes Bild weil's einfach auch klar macht dass es zwei Verantwortlichkeiten bei einer klaren Kommunikation gibt.
00:20:13: Ich kann nicht davon ausgehen, dass ich automatisch richtig verstanden werde und ich kann aber auch nicht sofort davon aus gehen, dass sich etwas sofort richtig verstanden habe gerade wenn es etwas ist was ich vielleicht zum allerersten Mal mache, dann brauche zweite, dritte, vierte Nachfrage oder ich darf mir letztendlich noch mal eine Bestätigung einholen.
00:20:37: Das was ich denke auch das ist was die andere Person gemeint hat.
00:20:41: Ja und ich glaube man darf so weit gehen und sagen es hat nichts mit dem ersten oder zweiten Mal zu tun.
00:20:47: also nehmen wir uns beide.
00:20:49: wir arbeiten jetzt seit drei Jahren vier jahren zusammen und wie oft haben wir noch Missverständnisse?
00:20:56: Also auch Aus Geschwindigkeitsgründen häufig heraus entstanden.
00:21:01: Ja, ja weiß ich.
00:21:02: Bequemlichkeit vielleicht auch, dass man nicht nachfragt.
00:21:05: Nicht nochmal.
00:21:06: hey lass uns noch mal das eine Blatt definieren.
00:21:08: Lass uns es noch einmal abgleichen sind wir wirklich bei dem gleichen grünen Poli?
00:21:12: Sind wir beim Mai Grün wirklich bei einem Mai-Grün?
00:21:15: oder ist es vielleicht noch einen April-Grünen oder ein Tannengrönen?
00:21:19: Ich würde sogar noch eine Stufe weitergehen bei Bequemerlichkeit weil da immer so ne... In meiner Empfindung schwingt auch so eine gewisse Faulheit mit.
00:21:29: Aber die Faulhalt kann natürlich auch mit Stress gekoppelt sein, also dass wenn ich wenig Ressourcen habe und ich sowieso schon am Limit bin dann nehme ich mir einfach nicht noch die Zeit um nochmal weiter auszuformulieren was es genau ist weil mich das dann einfach Energie kostet und wenn ich die Energie selber nicht habe Weil ich überarbeitet bin, weil ich schlecht geschlafen habe.
00:21:52: Weil ich vielleicht auch hungrig bin.
00:21:54: Also Stichwort Grundbedürfnisse sind nicht erfüllt und sind vielleicht auch über einen längeren Zeitraum schon nicht erfüllt, dass sich einfach nicht richtig gut in die Balance komme.
00:22:01: Also Stress ist ja nicht das Problem aber ein Dauerstress ist das Problem.
00:22:05: Und wenn ich nicht reguliert bin dann tendiere ich natürlich auch dazu an den Stellen Energie zu sparen wo ich einfach nur kann.
00:22:14: Das heißt irgendwie noch eine verkürzte Kommunikation kann natürlich auch ein Symptom sein von einer gewissen Überlastung, weil ich einfach mit meinem Energiehaushalten muss.
00:22:25: Und wenn Uli und ich uns so lange schon kennen ist es natürlich klar – jetzt hier gerade sehr in Anführungsstrichen gesprochen – dass ich es verstehe was sie mir sagen will.
00:22:35: und das große Erwachen kommt dann vielleicht zwei Tage später, wenn wir dann doch aneinander vorbeigeredet haben?
00:22:42: und dann wieder das schöne Missverständnis da ist.
00:22:44: Und dann haben wir im Zweifel wieder den Konflikt, ich glaube es ist genau das warum Kommunikation und Konflikte gar nicht so leicht oder im Prinzip nicht voneinander trennbar sind weil sie ... Das Potenzial liegt einfach auf der Hand dass wir schnell in Konflikten landen können wenn wir einfach nicht klar in der Kommunikion sind.
00:23:03: Die Frage ist ja nur was ist klar?
00:23:05: Was ist eine klare Kommunikacion?
00:23:08: Zumindest dass ich eindeutig bin Wenn ich zum Beispiel sage Mir ist warm, dass ich nicht sage die Sonne scheint.
00:23:15: Aha!
00:23:15: Also das heißt, dass sich den ehrlichen Gedanken ausspreche?
00:23:18: Heißt zwar immer noch nicht, dass man gegenüber das auch so erkennt – das haben wir ja schon gelernt -, aber ich suche nach dem richtigen Worten.
00:23:28: Ja und es ist gar nicht so leicht.
00:23:30: also gerade wenn ich einfach auch in einem Rahmen oder in einem Raum bin wo ich vielleicht auch Menschen nicht besonders gut kenne ... deck ich mich vielleicht einfach auch lieber hinter so ein bisschen ... ... Worthülsen und bin eben so ein bissel wischivaschi in meiner Kommunikation, weil ich dann natürlich auch weniger angreifbar bin.
00:23:49: Also könnten wir jetzt festhalten dass wenn Sender-und Empfänger versuchen klar zu kommunizieren aber sie ja trotzdem ihre eigene Wahrheit, ihre eigene Konstruktion haben das dadurch schon mal Missverständnisse entstehen und damit Kommunikation scheitert.
00:24:05: Wir könnten aber auch festhalten, dass gar nicht mehr abgeglichen wird zwischen Sender- und Empfänger.
00:24:12: Ob das was ausgesprochen wird genau das ist, was der Sender auch sagen möchte?
00:24:17: Denen wir Grunde warum Kommunikationsscheitern kann?
00:24:19: Das passiert einfach und das gehört zum Menschsein dazu, dass wir einfach missverständlich kommunizieren und ich glaube mit der Ausgangslage fällt es auch so ein bisschen vielleicht auch ein bisschen leichter, dass es an mancher Stelle auch mal ein bisschen knirschig wird.
00:24:38: Weil man sich das auch im Nachhinein herleiten kann.
00:24:42: Also das heißt ich könnte erstmal nachfragen was ich beobachte?
00:24:46: Ich könnte nach fragen was ich höre?
00:24:48: Ich könnt meine Interpretation laut werden lassen und Fragen habe ich das richtig verstanden?
00:24:55: Ja
00:24:56: Ich kann natürlich davon ausgehen, dass ich immer Recht habe.
00:24:59: Das
00:25:00: ist ein schöner Satz!
00:25:02: Ich kann Natürlich
00:25:03: davon ausgeben, das ich immer recht habe... Aber das ist ja dann wieder meine eigene Interpretation davon.
00:25:12: Spannendes Thema.
00:25:13: Sehr spannendes Thema!
00:25:14: Gibt es
00:25:14: noch was, was wir loswerden
00:25:15: wollen?
00:25:18: Nächste Folge
00:25:19: Nächste Folge!
00:25:20: Ja, jetzt haben wir ja schon viel über Kommunikation gesprochen.
00:25:23: Viel über Verantwortung, euch einige Tipps und Kniffe mitgegeben – hoffe ich zumindest.
00:25:29: Und jetzt ist ja wahrscheinlich die Frage in euren Köpfen.
00:25:31: Und wie geht es nächstes Mal weiter?
00:25:34: Es wird ein Beziehungsthema sein, über das wir uns austauschen werden.
00:25:40: Beziehungen mit mir, beziehungen von Uli oder anderen Menschen... Also lasst euch mal überraschen und damit sind wir fertig für heute.
00:25:51: Cool, das hat mir Spaß gemacht mit dir.
00:25:53: Auf jeden Fall!
00:25:54: Ich freu mich bis zum nächsten Mal.
00:25:56: Bis zum nächsten mal.