Wenn Verantwortung zur Verpflichtung wird
Shownotes
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Dir hat diese Folge gefallen? Dann hör unbedingt auch in unsere Folge zum Thema „Erwartungen“ rein. Denn häufig beginnt das Gefühl von Verpflichtung genau dort – bei den Erwartungen, die wir an uns selbst oder andere an uns haben.
Transkript anzeigen
00:00:05: Und ich verpflichtet.
00:00:06: Ich bin in die Pflicht
00:00:07: genommen.
00:00:08: Fühlt sich die Verantwortung leicht an, die fühlt sich offen an?
00:00:11: Was bringt mich denn aus der Komfortzone raus?
00:00:14: Ich kann mit der Konsequenz umgehen...
00:00:16: ...was passiert dann wenn ich loslasse?
00:00:18: Wie viel davon ist denn wirklich notwendig und wieviel würde ich mir vielleicht auch als Verpflichtung
00:00:22: auf?
00:00:23: Wenn ich die Verantwortung habe, bin ich vielleicht auch in der Verantwortung mir selber den Rahmen zu setzen.
00:00:35: Hallo Oli!
00:00:36: Hallo Petra!
00:00:37: Elfte Folge
00:00:39: Yes.
00:00:39: Du hast ein Thema eingebracht vor vielen Wochen, als wir so einen Redaktionsplan gemacht haben und ich bin echt gespannt wo uns das heute hinführt?
00:00:46: Nämlich das Thema Verantwortung versus Verpflichtung.
00:00:51: Was ist denn eigentlich für dich Verantwortung?
00:00:54: Ja Ich würde sogar das nochmal wirklich in die Breite ziehen Verantwortung und Verpflichtungen die so nebeneinander zu stellen weil da kann ich sozusagen jetzt wieder andocken Da entsteht bei mir ein anderes Gefühl wenn ich dieses Wort höre.
00:01:10: Und das würde ich jetzt mal in die Hypothese bringen, weil es sich für mich eben so anfühlt dass eine Verpflichtung nämlich war als etwas was mich verpflichtet.
00:01:21: Ich bin in die Pflicht genommen und bin da vielleicht auch gar nicht in der eigenen Entscheidung dazu.
00:01:26: Das heißt ne Pflicht definiere ich oder empfinde ich also etwas was mir von außen übergestülpt wird, ein gewisser Druck.
00:01:33: Etwas was jemand vielleicht auch von mir erwartet stichwort Erwartungshaltung aus unserer letzten Folge dann fühle ich mich gegebenenfalls verpflichtet.
00:01:42: Bei der Verantwortung habe Ich ein anderes Gefühl dazu weil Verantwortung für mich bedeutet ich sitze selber auf dem sogenannten driver seat also ich sitße selber am steuer meiner handlung und kann auch sagen jo Verantwortung kann ich an der stelle übernehmen weil ich bin mir meine meiner Kompetenzen bewusst.
00:02:02: Ich bin gewappnet, ich bin fähig eine Handlung auszuführen oder in irgendeinem Wirkungsraum einzutreten und kann da sagen ja hier kann ich die Verantwortung übernehmen das traue ich mir zu.
00:02:15: und nicht es wird mir von außen zugetraut oder zugeschrieben sondern ich habe einen Empfinden dazu.
00:02:20: dass ist ein Bereiches den ich selber verantworten kann weil ich orientiert bin im Handlungs- und Wirkungsaum
00:02:27: Ist die Verpflichtung immer von außen oder kann man sich auch eine Selbstverpflichtung auflegen?
00:02:33: Hundertprozentig.
00:02:34: Das ist etwas, was wir ja auch im Innen auch wiederum hier abklopfen dürfen.
00:02:38: Ein Glaubenssatz der vielleicht auch unbewusst ist habe ich muss, ich muss dieses klassische Ich bin irgendwie fühle mich angetrieben etwas machen zu müssen.
00:02:49: dann empfinde ich es mehr als Verpflichtung, Wahrnehmung als Pflicht.
00:02:54: Als irgendetwas was ich tun muss und bin eben nicht in meiner Entspanntheit also auch das wir beim letzten Mal besprochen haben des Thema Gelassenheit.
00:03:03: Ich gehe nicht gelassen um sondern ich habe schon so einen Grunddruck.
00:03:06: Ich wollte gerade sagen wenn ich es mit meinen Worten beschreiben würde fühlt sich die Verantwortung leicht an, die fühlt sie offen an, Die fühlt Sie selbst steuernd an, selbstbestimmt Und die Verpflichtungen ist eher ein enge Druck Auf erlegt, Verpflichtung hat häufig auch noch was damit zu tun.
00:03:26: Dass ich irgendwann etwas zugesagt habe, was unterschrieben habe eine Vorschrift berücksichtige also so regularien verbinde ich ganz stark mit einer Verpflichtungen.
00:03:37: und ja die Verantwortung kann ich aber für andere wieder übernehmen Und dann kann es schnell vielleicht auch nur verpflichtung werden.
00:03:45: Es
00:03:45: ist spannend den Rahmenbegriff da nochmal mit reinzunehmen.
00:03:49: in welchem Korsett bewege ich mich.
00:03:51: Und wenn ich die Verantwortung habe, bin ich vielleicht auch eher in der Verantwortung mir selber den Rahmen zu setzen oder zumindest klarzuhaben.
00:03:59: ist es ein Rahmen, der für mich passt?
00:04:01: Ist er mir zu eng, ist er mir so weit?
00:04:03: und dann sind wir quasi eigentlich schon wieder mit so einem halben Fuß im nächsten Thema gedanklich zumindest für mich dass ja das auch kein Zustand ist, der dauerhaft ist.
00:04:12: Sondern wir gehen ja immer von Entwicklungsräumen aus die ein Mensch durchläuft entweder im beruflichen oder auch im persönlichen.
00:04:19: Auch wenn wir älter werden in unserer Lebensphase und bestimmten Lebensabschnitten sind wir damit konfrontiert immer neue Aufgaben Herausforderungen Situationen zu meistern und daran wachsen wir als Menschen.
00:04:34: Die Verantwortung wächst ja dann auch mit den Herausforderungen, die man sein Leben lang auch gemeistert hat.
00:04:41: Da
00:04:42: ist für mich ein großer Unterschied zur Verpflichtung.
00:04:45: Die wächst nicht mit.
00:04:47: Die ist ja gegeben – also die Verpflichting.
00:04:49: Würde auch so gewalt gehen, dass sich vielleicht auch Menschen ihr Leben lang in einer gewissen Art von Verpflichtungsfühlen und eben nicht in diesen Raum eintreten von Verantwortung?
00:04:59: Ich glaube das hat schon was mit ... mit einem Reflektieren zu tun.
00:05:03: Also, mit einem eigenen Reifeprozess bin ich mir bewusst über die Kompetenzen, die ich mein Leben lang erlernt
00:05:11: habe.".
00:05:11: Ja, ich finde den Gedanken gerade mega spannend!
00:05:13: Das würde ja heißen wenn ich mir irgendwann mal eine Verantwortung aufgebürgt habe, eine Selbstverantwortung, die nicht mit wächst und sich nicht weiterentwickelt, dass ich dann gegebenenfalls auch eine Verpflichtung mir selbst gegenüber komme weil ich es nicht mehr als Verantwortung... In einer Leichtigkeit, in einem offenen Raum, in dem Entwicklungsraum sehe.
00:05:34: Sondern weil es eigentlich mehr ein Fußfessel ist den ich die ganze Zeit mitschleppe.
00:05:39: Also wenn ich eine Verantwortung übernehme egal wie das Ergebnis aussieht dann bin ja in genau dieser Qualität des Seins dass sich eine Gelassenheit haben kann.
00:05:48: Wenn ich weiß okay's geht schief?
00:05:50: Okay was soll schon passieren?
00:05:52: Also je nachdem was die Situation ist, sicherlich am Operation am offenen Herzen.
00:05:56: Ist da vielleicht ein schlechtes Beispiel für.
00:05:58: aber ganz viele Alltagssituationen haben ja einen enormen Druck auch im Arbeitsfeld wo wir unglaublich viel Erwartungshaltung ja auch dran koppeln entweder in eigene oder von außen Erwartungen und kommen dann eben nicht in diese Gelassenheit dass ich sage Ich kann auch souverän mit der Konsequenz umgehen, wenn es nicht so läuft wie ich mir eigentlich vorgestellt habe.
00:06:22: Und ich glaube das ist der Punkt wo häufig auch Menschen vor Verantwortung zurückscheuen weil sie sich gegebenenfalls nicht in der Rolle sehen dass sie das handeln können, dass sie mit jeglicher Form von Ausgang einen guten Umgang
00:06:37: haben.
00:06:37: Wobei ich Verantwortung nicht immer mit Gelassenheit und Leichtigkeit sehe.
00:06:42: Also eine Verantwortung kann ja auch für mich heißen raus aus meiner Komfortzone.
00:06:46: Jetzt kommt was, das nicht ganz so einfach ist... ...es ist aber trotzdem wertvoll für mich!
00:06:53: Das ist nochmal so ne Ergänzung weil es hört sich sonst so easy peasy an und ich glaube so easy-peasy ist die Verantwortung dann doch oft nicht.
00:07:01: Weil wenn's immer nur easy-pesy wäre bildlich gedacht wären wir auch immer in unserer Komfortzone und dann wären wir ja nicht mehr im Lernraum oder einem Entwicklungsraum
00:07:09: Total.
00:07:10: Und das ist aber interessant, ich hab mir auch als wir unser Brainstorming gemacht haben genau die Komfortzone aufgeschrieben dazu.
00:07:17: Die Frage, die dann relevant ist finde ich... Was bringt mich denn aus der Komfortzone raus?
00:07:23: Also ... Wozu dient es?
00:07:25: Und was möchte ich eigentlich damit erreichen, ist das weil mir jemand die ganze Zeit mich schubst und sagt mach mal, mach mal.
00:07:31: Und ich fühle mich verpflichtet wachsen zu müssen in eine bestimmte Rolle oder in der bestimmten Funktionen oder... Was auch immer das ist!
00:07:38: Ich habe vielleicht am Anfang noch so ein Öhrer weiß ich nicht, traurig bin dich irgendwie noch schon nicht richtig dran.
00:07:43: Und
00:07:44: jemand ist aber auch mit gewissen liebevollen Zuversicht in meinem Entwicklungs- an meiner Entwicklung interessiert.
00:07:53: oder werde ich getrieben?
00:07:54: Also die Frage ist für mich sehr, sehr maßgeblich.
00:07:58: Was ist der Grund, die Grundmotivationen, die Komfortzone zu verlassen?
00:08:02: Die Verpflichtung, die man dir vielleicht aufbürgt – in Kombination mit einem?
00:08:08: Ich will, die Verantwortung Dass das häufig eine coole Kombination sein kann, solange sie im Gleichgewicht ist und nicht dass die Verpflichtung größer oder härter oder stärker als die Verantwortung und der Antrieb der Innere.
00:08:21: Ich glaube manchmal braucht es einfach dann auch die Verflichtung jemandem beim Wort zu nehmen und zu sagen du hast doch mal gesagt du willst jetzt kommen schwingen die Hüfe weil wir gehen ja nicht freiwillig aus der Komfortzone raus.
00:08:34: Wir wollen eigentlich gar nicht vom Sofa aufstehen.
00:08:38: Eigentlich möchte unser Gehirn keine Kalorien verbrennen.
00:08:41: Das haben wir ja schon mal irgendwann gesagt, unser Gehörn will eigentlich einen Ruhemodus haben und den habe ich in der Komfortzone.
00:08:46: da brauche ich keine Angst haben, da weiß ich was passiert.
00:08:49: es ist alles entspannt das ist einfach.
00:08:52: Und dann braucht's vielleicht die Verpflichtung von außen wenn meine eigene Verantwortung für meinen Tunen angstbehaftet vielleicht sogar noch ist oder Stress behaftet?
00:09:02: Und das finde ich gerade eine ganz spannende Darstellung Weil es auch bedeutet, dass wenn ich in einer Komfortzone bin kann ich aber trotzdem Verantwortung übernehmen.
00:09:11: Ja würde gerne nochmal einen Schritt davor schalten weil Verantwortung bedeutet ja eigentlich erst mal Ich stehe für mein Handeln ein und für meine Gefühle ein Für meinen Denken Also für all das was bei mir so sich abzeichnet Und für meinen... Was ist vorhin glaube ich Handlungsraum genannt?
00:09:27: Ich kann natürlich sehr einfach sogar sagen Ich steh dafür ein Dass ich den ganzen Tag auf dem Sofa liege nur wenn dann irgendwann die schlechte Laune kommt, weil bestimmte Dinge nicht mehr funktionieren.
00:09:40: Weil bestimmte Dinger nicht mehr eintreten, die ich in meiner Erwartung habe.
00:09:44: Dann darf ich ja die Verantwortung nehmen mein Hinternbeweg zu kriegen und dann bin ich wieder bei dir dass sich dafür einstehen darf.
00:09:51: Und beide Situationen haben für mich genau das als Grundlage was du eben beschrieben hast als Ich will also das ist die intrinsische Motivation in eine Handlung zu gehen.
00:10:03: Und dass sich das für mich als wirklich ein wichtiger Justierungsgrad darstellt, es ist ne Verpflichtung fühle ich mich verpflichtet weil irgendjemand sagt mach das und ich aber eigentlich gar nicht will und mich aber gezwungen fühle oder merke ich ah ich will aber ist irgendwie noch nicht so richtig.
00:10:24: meine Komfortzone weil ich trete den Wachstumsraum ein wo ich mich nicht so verreden fühle.
00:10:29: Das liegt ja in der Natur der Sache, das sind aber zwei unterschiedliche Qualitäten.
00:10:33: D.h.,
00:10:34: da bin ich dann eher in der Selbstverpflichtung sozusagen mein, wie du es schön sagt, meinen Hintern zu bewegen und die Komfortzone zu verlassen.
00:10:41: Dann steckt auch die Verpflichtungen mir gegenüber drin, dass sich einen inneren Widerstand wahrnehme und sagen so Ich gehe trotzdem!
00:10:51: Angst frei oder ich gehe nicht gegen meine Angst, sondern mit meiner Angst.
00:10:55: Oder vielleicht Angst ist natürlich ein sehr großes Wort.
00:10:58: Vielleicht Unsicherheit?
00:11:00: Könnte aber auch eine Selbstverantwortung mir gegenüber sein.
00:11:02: ne wenn ich das große Ziel vor Augen habe dann zu sagen okay es ist jetzt nicht einfach Ich verantworte dass ich kriege das auch gehandelt.
00:11:11: Ich kann mit der Konsequenz umgehen.
00:11:13: Das steckt ja auch bei der Verantwortung noch mit drin Dass sich mit meinen eigenen Konse quenzen umgehen kann so wie ich gehandelte.
00:11:20: Es gibt auf jeder Seite, egal ob ich etwas tue oder es nicht tue eine Konsequenz.
00:11:25: Deswegen muss das nicht eine Verpflichtung sein, sondern es könnte auch eine Verantwortung sein?
00:11:30: Ich bin gerade einem Wort total hängen geblieben was du gesagt hast und das ist das große Ziel!
00:11:37: Und ich glaube dass kam grade so in dem Satz so daher als wäre es wirklich so.
00:11:41: ja ich habe ein großes Ziel aber ich glaub das ist super häufig ne ganz relevante Stelle wo ganz viel Unklarheit ist.
00:11:50: Was ist denn überhaupt ein großes Ziel?
00:11:52: Das ist auch so eine klassische Frage, die sich Menschen im Coaching immer wieder stellen.
00:11:58: Wozu mache ich das eigentlich?
00:12:00: D.h.,
00:12:00: es gibt kein Ziel.
00:12:01: Es ist eigentlich nur Routine tun und funktionieren und immer so weiter aber es zahlt nicht ein auf irgendwas wo's hinausgerichtet ist quasi.
00:12:14: Das wäre ja ein guter Beweis dafür dass wir für die Verantwortung irgendwas Intrinsisches brauchen.
00:12:20: Wie können wir das denn finden, wenn wir jetzt sagen hey was machen wir jetzt mit diesen zwei Worten Verantwortung Verpflichtung wie können wir dass in der Praxis trennen.
00:12:30: Trennen ist vielleicht das falsche Wort aber wie kann man damit umgehen?
00:12:33: Wie können die Handlungen kommen?
00:12:36: ich glaube da tatsächlich über ein Reflektionsprozess erst mal nach innen zu fühlen.
00:12:44: wie geht es mir eigentlich mit dem was ich tue und wenn nicht dauerhaft in dem Gefühl bin, wo ich eher denke so fühlt sich C an.
00:12:51: Ich bin total energetisch leergezogen kann eigentlich abends mich nur noch aufs Sofa hauen krieg mein soziales Leben irgendwie gar nicht mehr so richtig aktiviert weil ich einfach zu müde zu schlappt so energielos bin dass ich dieses muster ja erst mal erkenne und mich dann frage was bräuchte ich denn eigentlich um daraus zu kommen?
00:13:11: Was wäre die?
00:13:13: Der Gegenentwurf.
00:13:14: Da wäre ja eigentlich so eine Art Tagebuch, wo ich mal mit zwei Spalten arbeite und meine ganze Handlung, meine Gefühle, meine Denkprozesse aufschreibe und unterscheide.
00:13:24: mal ist es aus der Verantwortung heraus oder fühle ich mich vielleicht sogar schon verpflichtet das zu tun um erstmal wie so ne Bestandsaufnahme zu machen
00:13:33: Und sich auch über die Zeit selber immer mal zu beobachten wie man Situationen bewertet, was man sagt.
00:13:41: Es gibt ja auch so eine Redewendung dieses Thank God it's Friday oder der Montagmorgenblues.
00:13:46: also wenn ich mich da schön einreihe und immer wieder mir die gleiche Geschichte erzähle wie schwer alles ist und wie zäh alles ist Und Gott sei Dank ist Wochenende oder Gott sei dankes Urlaub Das ist immer wieder so einen Flucht aus meinem Tun heraus dass sich dann endlich dann wieder in der Selbstbestimmung bin.
00:14:03: So die Verantwortungsabgabe an den Montag, aufgrund des Montags darf es mir schlecht gehen oder jetzt ist Freitag und mir darf's gutgehen.
00:14:12: Also die Verantwortung einfach mal an Gegenstände abzugeben oder andere Personen.
00:14:18: also das ist im Endeffekt so als wenn ich in eine kleine Opferhaltung reinfalle.
00:14:23: Die Woche ist schuld, die anderen sind schuld
00:14:25: Und nicht falsch verstehen.
00:14:26: Also ich hänge da auch immer mal wieder drin.
00:14:28: Ich glaube,
00:14:29: das ist das Normale
00:14:30: oder?
00:14:30: Sollte sich jetzt bitte nicht so anhören als wären wir hier frei von jeglichem ... Oh Gott es ist ätzend!
00:14:36: Aber das Erkennen, also wann erzähle ich mir selber, ich bin verpflichtet und muss.
00:14:44: Das kann eine Alltagssituation sein.
00:14:47: Es kann auch sowas sein wie... Ich bin eingeladen zu einer Party und ich denke mir, eigentlich will ich gar nicht, aber ja, ich muss ja.
00:14:53: Die Frage ist, muss ich wirklich?
00:14:56: Naja, ich finde im Privatkontext ist es noch ein bisschen einfacher zu beantworten als wenn wir jetzt irgendwie im Unternehmenskontakt oder im beruflichen Kontext unterwegs sind.
00:15:04: Mir hilft dieser Gedanke immer wieder ganz gut zu sagen Ich bin ja doch selbstbestimmt Aber ich darf halt mit der Konsequenz leben die meine Entscheidung mit sich bringt.
00:15:13: Ich habe ja immer eine Möglichkeit Zu wechseln Nein zu sagen Die Konsequent zu tragen Oder auch zu sagen Ja diesen sauren Drops lutschig noch Den nächsten aber nicht mehr
00:15:25: Wenn du das gerade so ausgeführt hast, dachte ich wie hängt es eigentlich zusammen?
00:15:30: Diese Denkweise.
00:15:32: Und wir haben ja beide auch lange Zeit in Anstellungsverhältnissen gearbeitet und mein Gedanke oder meine Hypothese war jetzt auch grade dass man sich in der Selbstständigkeit, dass er auch gar nicht im wörtlichen Sinn leisten kann, sich zäh über einen dauerhaften Zeitpunkt irgendwie durch den Raum zu bewegen, weil da leidet einfach auch die Qualität der Arbeit.
00:15:55: Uli ist hofflichtig.
00:15:59: Ja also dieses ... Ich kann natürlich wenn ich weiß, ich hab am Ende des Monats Summe X auf dem Konto, weil ich in der Anstellung bin dann kann ich es mir erst mal leisten auch schlecht gelaunt zur Arbeit zu gehen, weil er weiß ich habe ja trotzdem mein Geld aufm Konto.
00:16:21: Ja, ich würde früher anfangen Uli.
00:16:23: Weil meine Frage ist ja fange ich nicht mit der Verantwortung an nämlich die Verantwortung meiner Selbstfürsorge dass es mir gut geht und ich in der Regel Mit guter Laune meinen Job ausüben kann Also in der Selbstständigkeit zum Beispiel zu überlegen was möchte Ich denn eigentlich tun da sind wir wieder bei dem Sinn Und dann wenn ich merke ich krieg mehr schlechte Laune Zu überlegen hey meine Verantwortung Was kann ich denn verändern?
00:16:50: Genau.
00:16:51: Deswegen wäre ich da so ein bisschen wieder bei dem Punkt, wir sind erstmal in den Moment immer und das immer... Ich überlege gerade wenn ich es ausspreche weil das ist halt eine Pauschalisierung.
00:17:02: aber ich würde sagen wenn wir in der Verantwortung sind sind wir immer in der Lage was zu verändern.
00:17:09: Ja Und gleichzeitig ist aber der Handlungsdruck wenn wir es jetzt wieder nebeneinander legen Selbstständigkeit Angestellt sein.
00:17:20: Der Handlungsdruck in der Selbstständigkeit ist einfach höher, weil ich gehe ja aus eigenen Motiven in Handlung und wenn ich an der Anstellung bin kann ich mich aber letztendlich in einen Gerüst auch reinfallen lassen sage ich jetzt mal.
00:17:32: Ich bin Teil eines Systems, Teil einer Struktur die mir gegeben wird und ich partizipiere.
00:17:40: Im Endeffekt ist es eher die Frage welche Erwartungen sind an den beiden Rollen geknüpft?
00:17:47: Die Frage ist für mich, wie definiere ich Selbstständigkeit?
00:17:51: Ja.
00:17:51: Mit welcher Erwartung bin ich in der Selbständigkeit und wir können es genauso in meiner Wahrnehmung aufmachen für die Person, die in der Anstellung ist.
00:17:59: Welche Erwartungen habe ich an meine Rolle als Angestellte oder Angestelter?
00:18:04: An meinen Arbeitgeber, an meinen Vorgesetzten
00:18:06: etc.,
00:18:07: was haben sie für Erwartungs- und wie fülle ich die Rolle aus?
00:18:10: also Ich glaube ich kann den beiden Berufsfeldern sehr gut Glücklich werden meine eigene Verantwortung auslegen und auch die Verpflichtungen, also die Drops haben wir alle zu lutschen mit den Verpflichtung aber die so legen dass es mir gut geht.
00:18:26: Ich glaube das ist wieder ein Fliehen in eine Verantwortungsübergabe der böse Arbeitgeber oder die bösen Chefs oder wie auch immer weil ich bin ja handlungsfähig!
00:18:40: Alleine sozusagen, also es gibt keinen Gerüst um mich herum.
00:18:44: Ich kann mir höchstens selber einen Gerüst bauen ich kann ja auch mir Leute ins Team holen und Menschen in die Anstellung bringen usw.
00:18:52: Und bin dann die Entscheiderin.
00:18:53: das heißt ist hat aber auch eine höchste Form der Selbstbestimmung weil wenn ich selbst selbstständig bin Bin ich verantwortlich für jeglichen Bereich, den mein Handeln betrifft?
00:19:07: Wenn ich in der Organisationsstruktur bin, bin ich für einen Teilbereich verantwortliche und den kann ich bestenfalls gestalten.
00:19:13: Du hast gerade gesagt bei der Selbstständigkeit bin ich von meinen Handeln verantwortlicher.
00:19:19: Bei dem Unternehmen bin ich auch von meinen handeln zuständig.
00:19:24: Ich glaube was er passiert ist dass wir uns in der Anstellung eher zurücklehnen und sagen ja, für den Bereich bin ich nicht zuständig.
00:19:33: Aber wenn ich nur bei mir als Person erst mal bleibe sehe ich die Handlungsfelder in beiden Bereichen gleich weil ich bin jedes Mal zu hundert Prozent für mein Verhalten, für meinen Handeln, für mein Denken verantwortlich.
00:19:47: Die Konsequenz könnte ticken anders sein.
00:19:49: Ja da stimme ich auf der einen Seite zu im Sinne von dass ich für das Handeln verantwortliche bin aber die Frage die sich bei mir immer wieder stellt ist bin ich orientiert in meinem Aufgabenfeld.
00:20:01: Gibt es überhaupt eine Abgrenzung?
00:20:03: Bin nicht ganz klar darin orientiert, was ist mein To-do, was is'n nicht mein To Do, wo kann ich mich auch abgrenzen?
00:20:10: und eben nicht aus einer Unlust heraus, sondern das interessiert mich nicht, sondern dass sich wirklich auch ganz klar weiß, das ist mein Handlungsfeld dafür übernehmig Verantwortung Und das ist ja in der Selbstständigkeit eben nicht möglich, zu sagen ich grenz da irgendein Bereich von ab.
00:20:24: Ich kann es natürlich auslagern wenn ich das entsprechende Budget habe und sage ich wohl mehr externe Expertise ein oder ich stelle jemanden ein.
00:20:31: dafür brauche ich dann aber letztendlich auch die entsprechenden Ressourcen.
00:20:35: Aber ich muss mich um mein Handlungsfeld im Anstellungsverhältnis auch wirklich verantwortlich bespielen zu können.
00:20:43: Brauche ich eine ganz klare Orientierung darüber, was tue ich?
00:20:47: Und das ist ja ganz häufig schon in Bewerbungsprozessen.
00:20:51: Wenn Stellen ausgeschrieben werden gibt es immer noch sehr verbreitet die eier legende Wollmilchsau von der sehr viel verlangt wird und wo es wenig Abgrenzung gibt oder wo es immer wieder die Frage gibt Wie definiert sich eigentlich genau mein Handlungsfeld?
00:21:06: An welcher Stelle?
00:21:07: ist es auch natürlich möglich und machbar einerseits eine extra Meile zu gehen, andererseits aus der Rolle herauszuentwickeln.
00:21:14: Das heißt da kommen dann natürlich auch Aufgaben dazu aber diese Balance zu finden und auch temporär zumindest eine Klarheit darüber zu haben was ist meine Aufgabe und wo kann ich auch Yes sagen weil ich sage Ich kanns und ich will's Und ich hab Motivation und ich darf's.
00:21:33: Ja, absolut!
00:21:34: Da kommen wir zu dem Punkt wo ich sage ja da kann ich mitgehen... ...und trotzdem glaube ich dass es in der Anstellung genauso viele Gestaltungsmöglichkeiten zur Verantwortung übernahme gibt.. ..und das ich im Endeffekt immer mal wieder erstmal hinschauen darf.
00:21:51: wann lehne ich mich einfach zurück?
00:21:53: Wann fühle ich mich auch in die Position zurückgedrückt weil vielleicht jemand zu viel Fremdverantwortung übernimmt?
00:21:59: Das gibt´s ja dann auch noch.
00:22:01: Was können wir denn jetzt mit diesem ganzen Verantwortung und Verpflichtungsthemen so in unserem praktischen Tun erwirken?
00:22:10: Ich würde es glaube ich auch wieder runterbrechen auf die Emotions- und Gefühlebene.
00:22:16: Mich wirklich nochmal eine Inventur begeben, innerlich wie geht's mir eigentlich gerade mit dem was ich tue und welches Gefühl überwiegt.
00:22:25: Und dass ich das vielleicht erst mal gar nicht so vom Kopf her entscheide, was ist jetzt genau der Punkt?
00:22:30: Sondern erstmal zu schauen ... wie geht's mir damit?
00:22:33: Wenn ich merke, auf der Wachschale bin ich eher in der Einrichtung unterwegs die mich immer wieder in den
00:22:41: Druck- und in die Enge...
00:22:42: Genau!
00:22:43: Die mich sozusagen irgendwie in ein negativ empfundenes Gefühl bringt dann einfach auch zu schauen, was brauche ich, damit die Balance wiederhergestellt
00:22:52: ist?
00:22:52: Es wäre noch ein Praxistipp, sich zu überlegen, welche Handlungsmöglichkeiten habe ich in meiner Verantwortung?
00:23:00: Welche Konsequenzen stehen dahinter – also wie so einen Entscheidungsbaum im Endeffekt.
00:23:05: Und dann zu überliegen okay mit welcher Konsequentz möchte ich denn leben?
00:23:09: und da würde ich auch definitiv mit allen beziehen wenn ich nichts tue ist das auch eine Entscheidung?
00:23:13: ja und das liegt auch in meiner verantwortung.
00:23:15: Ja und ich würde noch ne dritte Spalte aufnehmen Woüber nehme ich Verantwortung?
00:23:20: für irgendetwas, für irgendjemanden die vielleicht nie von mir verlangt worden ist?
00:23:25: Weil das kann ja schnell in der Verpflichtung landen.
00:23:28: Da musst du mich glaube ich nochmal abholen an dem Gedanken.
00:23:31: Inwiefern dass dann in der verpflichtungen endet.
00:23:33: Ich als Führungsperson des Gefühl habe da muss ich tierisch darauf aufpassen Dass keine Überforderung kommt.
00:23:39: Da es nicht zu viele Überstunden gemacht werden.
00:23:41: also ich bin komplett in der fremdverantwortung Für meine junge Mitarbeiterin meinen jungen Mitarbeiter.
00:23:47: dann gehe ich ja gegebenfalls eine Verpflichtung ein in Fürsorge.
00:23:51: Und die Person selbst, die Mitarbeiterin der Mitarbeiter hat aber ja die Verantwortung selbst für Sorge auch zu betreiben.
00:23:59: Das heißt jetzt nicht dass ich als Führungsperson das komplett aufgebe!
00:24:03: Aber die Frage ist ja wenn ich das auf einer Skala von null bis... Hundert sehe und hundert ist.
00:24:08: Ich bin komplett da, denke ich muss behüten, ich muss aufpassen.
00:24:12: Dann ist es ja sehr übergriffig, dann ist es im Endeffekt eine Verpflichtung das nichts passieren darf, dass keine Überforderungen eintreten
00:24:20: darf.".
00:24:21: Und das meine ich damit mit Fremdverantwortung die gegebenenfalls zu viel des Guten ist.
00:24:29: Ich möchte nicht damit anregen, keine Fremdverantwortung mehr zu übernehmen.
00:24:33: Aber die Fremderantwortung mal zu überprüfen auf der Skala von null bis hundert oder bis zehn, wo zehn immer das Hundertprozent-Ding ist.
00:24:43: Wie viel davon ist denn wirklich notwendig und wieviel würde ich mir vielleicht auch als Verpflichtung
00:24:47: auf?
00:24:48: Ich dachte gerade, als du es so ausgeführt hast, dass es eigentlich wieder dieses Thema Konsequenz betrifft also was... Was treibt mich in Handlung und was ist meine Assoziation, mir selber auf die Schliche zu kommen?
00:24:59: Was passiert denn wenn ich loslasse.
00:25:01: Was passiert dann, wenn ich meiner mitarbeitende Person ihre eigenen Erfahrungen vielleicht auch mit einer temporären Überlastung machen lasse?
00:25:07: Weil das ist ja ein wichtiger Erfahrungswert um selbst wieder zurückzurudern und zu sagen, oh das war jetzt aber ein bisschen too much dass sich das dann wieder im Gespräch auswerten kann.
00:25:19: Und es heißt nicht, dass alle jetzt eine Überlastungen laufen sollen.
00:25:21: Das soll ja schon realistisch sein!
00:25:23: Nichtsdestotrotz denke ich, ich darf ein gesundes Verhältnis fremd Verantwortung haben.
00:25:31: Und mir auch bewusst sein das Fremdverantwortung die übernehme gegebenenfalls halt wirklich nicht mehr in meinem Tanzbereich liegt also wirklich in die Übergriffigkeit oder in die Kontrolle oder in den Mechanismus reinkomme dass sich mein Gegenüber vielleicht auch gelähmt fühlt.
00:25:49: Das gerade so als Recap zusammengefasst Ich mag unser Gespräch gerade sehr gerne, weil es für mich ganz stark das nach vorne stellt.
00:26:00: Dass wir immer in Bewegung unterwegs sind und dass es nicht um Strategie geht die irgendwo festgeschrieben ist sondern wenn wir Bewegungen zulassen in die eine und in die andere Richtung, dass wir Verpflichtung und Verantwortung eben nicht als Conträr gegenüberstehend oder dieses eine darf's nicht sein, das andere muss es aber sein Sondern dieses Es pendelt halt immer hin und her Und dass wir diese Bewegung auch zulassen, dieses Schwingen auch zulassen.
00:26:28: Dass es dann organisch wird und das ist dann auch...
00:26:31: Händelbar?
00:26:32: Ja!
00:26:33: Dass es nicht darum geht irgendwas zu vermeiden oder irgendwas, oh Gott, das darf aber nicht passieren.
00:26:40: Spannend.
00:26:41: Da war's wieder unser Lieblingswort.
00:26:45: Ich würde sagen ... Wir schließen das Thema Verpflichtung und Verantwortung ab.
00:26:50: Ich glaube, da sind viele offene Gedanken, die ihr weiter tragen könnt.
00:26:55: Schön, dass du hier warst!
00:26:57: Schön, Dass ihr wieder zugehört habt Und wir freuen uns wie immer.
00:27:02: Aber ich erspau' euch jetzt den ganzen Serms.
00:27:06: Bleibt gesund und passt auf euch auf Bis dann!
00:27:09: Tschüss!